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Die Blutige Feder 2017

VIER PFOTEN verleiht Karstadt den Anti-Tierschutz-Preis für mangelnde Transparenz bei Daunen

Die Karstadt Warenhaus GmbH erhält den Anti-Tierschutz-Preis „Die blutige Feder 2017“ von uns. Das Unternehmen kann Tierquälerei von Enten und Gänsen für Bettwaren mit Daunenicht glaubwürdig ausschließen. Wir werfen Karstadt mangelnde Transparenz vor. Das Unternehmen wollte den Preis am 24. Mai 2017 in Hamburg nicht persönlich entgegennehmen.

Bettwaren ohne Tierschutzstandards

Die mit Kunstblut besprenkelte Feder aus weißem Porzellan erinnert symbolisch an das Leid der Gänse und Enten für Bettwaren ohne Tierschutzstandards. Der Empfänger der „Blutigen Feder 2017“ wurde per Online-Voting von Bürgern bestimmt. In einer einzigen Daunendecke stecken Daunen und Federn von 40 Tieren, die zuvor lebendig gerupft oder zwangsgemästetworden sein können.

Im Rahmen unserer internationalen Kampagne „40Lives“ haben wir mit allen großen Bettwarenproduzenten und -händlern in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Großbrittannien verhandelt. Fast alle Unternehmen haben sich gegenüber VIER PFOTEN schriftlich verpflichtet, in Zukunftstrengere Standards bei derProduktion von Daunezu implementieren. Grausame Praktiken wie Lebendrupf und Stopfmast sollen aus den Lieferketten ausgeschlossen werden. Vorreiter sind das Dänische Bettenlager, Matratzen Concord, Poco Domäne und Roller.

Keine transparente Rückverfolgbarkeit der Daunen

Unsere Kampagnenleiterin Denise Schmidt: „Karstadt hat auch heute die Möglichkeit nicht genutzt, den Kunden und uns zu zeigen, wie das Unternehmen den Verzicht von Lebendrupf und Stopfmast bei seinen Lieferanten glaubhaft sicherstellt. Karstadt scheint sich allein auf die Lieferantenangaben zu verlassen. Das ist zu wenig, um eine transparente Rückverfolgbarkeit der Lieferkette zu gewährleisten. Der Preis sollte Karstadt zeigen, dass Transparenz und Tierschutz auch im Interesse ihrer Kunden sind.“ 

Protest-Aktion in Hamburg

Neben den Tierschützern von VIER PFOTEN sind heute 40 Stoff-Gänse vor der Hamburger Karstadt-Filiale in der Mönckebergstraße aufmarschiert. Unter den Flügeln hielten sie Plakate mit Aufschriften wie „Augen auf beim Daunenkauf“, „Strenge Kontrollen verhindern Tierleid“ und „Karstadt – Wach endlich auf!“ in die Höhe.