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KragenbÄr

16.3.2020

Als Gallebär missbraucht, durch Wilderei bedroht

Der Kragenbär (Asiatischer Schwarzbär) verdankt seinen Namen den langen Schulterhaaren. Auf seiner Brust befindet sich ein sichelförmiges, helles Abzeichen. Deshalb wird er auch als „Mondbär“ bezeichnet. Seine Heimat sind die feuchten Mischwälder in Pakistan, Afghanistan, Nordindien, China, Taiwan, Japan, Korea und Südostasien. Der Kragenbär ist durch Lebensraumzerstörung, Jagd und Wilderei gefährdet. 

Kragenbären ernähren sich überwiegend vegetarisch und fressen hauptsächlich Gräser, Blätter, Früchte, Beeren, Nüsse, Samen, Wurzeln und Knollen. In geringerem Umfang umfasst ihre Nahrung wirbellose Tiere, kleine Wirbeltiere wie Eidechsen oder Nagetiere, Aas, Bienennester und Honig. Sie sind in hohem Maße opportunistisch, d.h. sie fressen eine breite Palette verschiedener Nahrungsmittel, je nachdem, was ihnen zur Verfügung steht. Ihre Ernährung ist auch stark saisonabhängig, da ihre Nahrung im Laufe des Jahres in Art und Menge stark variiert.

Der Herbst ist ein kritischer Teil in ihrem Jahreszyklus, in dem sie eine Periode der Hyperphagie durchlaufen, d.h. sie essen übermäßig viel, um Fettreserven zu gewinnen, die sie durch die Wintermonate begleiten. Asiatische Schwarzbären werden in den nördlichen Breitengraden ihres Verbreitungsgebietes ihren Winterschlaf verbringen.

Seine Körperteile und seine Galle werden, wie auch die des Malaienbären, in der traditionellen asiatischen Medizin verwendet. Häufig fristet er ein trauriges Dasein.

Körpermasse des Kragenbären

Schulterhöhe: 80 Zentimeter
Körperlänge:  130 bis 190 Zentimeter
Gewicht: 
männliche Tiere 100 bis 200 Kilogramm
weibliche Tiere 50 bis 125 Kilogramm
Einzigartige Merkmale: lange Nackenhaare und Ohren, die im Verhältnis zum Rest des Kopfes groß erscheinen 

Warum werden sie wegen der Galle ausgebeutet?

Galle, die aus den Gallenblasen von Bären gewonnen wird, wird in der traditionellen Medizin in Ostasien seit mehr als 1000 Jahren verwendet. Bärengalle enthält hohe Konzentrationen von Ursodeoxycholsäure (UDCA), die zur Behandlung von Leber- und Gallenblasenerkrankungen verwendet wird. Sie wird heute auch in einer Reihe anderer Produkte wie Zahnpasta und Gesichtscremes und sogar in Medikamenten gegen Kater verwendet. UDCA kann jedoch in Labors synthetisch hergestellt werden, und es gibt viele wirksame pflanzliche Alternativen, die nicht zum Leiden der Bären beitragen.   

Die Bärenart, die am häufigsten zur Gewinnung von Galle gezüchtet wird, ist der Asiatische Schwarzbär. Der Sonnenbär oder malaiische Sonnenbär (Helarctos malayanus) ist ebenfalls in der privaten Haltung in ganz Vietnam anzutreffen und wird zur Gallegewinnung verwendet, wenn auch in sehr geringer Zahl im Vergleich zu Mondbären. Braunbären (Ursus arctos) wurden in Asien ebenfalls zur Gallegewinnung eingesetzt, allerdings in sehr geringer Zahl im Vergleich zu Mond- und Sonnenbären.

Die Galle des asiatischen Schwarzbären und des Braunbären weist aufgrund der Gesamtgröße des Bären und der Größe ihrer Gallenblase die höchste Konzentration und das größte Volumen an Ursodeoxycholsäure auf.

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