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Bundestag stimmt über Tierschutz-Themen ab:

18.5.2018

VIER PFOTEN kritisiert den Gesetzesentwurf der Großen Koalition. Er enthält laut der Stiftung für Tierschutz zu lange Übergangsfristen und zu viele Ausnahmeregelungen.

Berlin, 18. Mai 2017- Heute stimmt der Bundestag über einen Gesetzesentwurf der Regierungsparteien über die Haltung von Pelztieren, das Verbot der Schlachtung trächtiger Tiere und der Aufhebung des Verfütterungsverbot tierischer Fette an Nutztiere ab. Was von der Großen Koalition als Tierschutzerfolg verkauft wird, ist ein schwacher Kompromiss. Er lässt etliche Hintertürchen und Ausnahmen zu. Die Stiftung VIER PFOTEN kritisiert, dass die Große Koalition auch zum Ende der Legislaturperiode keine klaren Bekenntnisse zum Tierschutz zustande bringt.

Lange Übergangsfristen für Pelzfarmen

„Die Haltung von Nerzen auf Pelzfarmen ist grausam, sie muss sofort gesetzlich verboten werden. Stattdessen erlaubt der Entwurf, dass Pelzfarmen weiterhin betrieben werden können, solange sie die Haltungsanforderungen erfüllen. Den sechs verbliebenen Pelzfarmen soll zudem eine Übergangsfrist von fünf Jahren genehmigt werden. Ein beschämendes Ergebnis"

Denise Schmidt, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz.

Schlachtung trächtiger Kühe soll verboten werden
Jedes Jahr ersticken Millionen Feten qualvoll im Mutterleib, wenn das Muttertier geschlachtet wird. Dem will der Gesetzesentwurf durch ein Verbot der Schlachtung hochträchtiger Tiere entgegentreten. Doch es werden Ausnahmen zugelassen. Das Verbot soll nicht für hochträchtige Schafe und Ziegen gelten.

"Diese Ausnahmeregelung ist aus Tierschutzsicht absolut unverständlich"

Denise Schmidt

Darf man Kälber mit Rindfleisch füttern?
Kühe sind von Natur aus Vegetarier. Mit dem Gesetzentwurf will die Große Koalition das Verbot aufheben, Fette von Wiederkäuern an Wiederkäuer zu verfüttern. „Kälber mit den Fetten geschlachteter Rinder zu füttern, anstatt mit Kuhmilch, ist aus ethischer Sicht absolut verwerflich. Mit einer artgerechten Ernährung hat das wenig zu tun“, sagt Denise Schmidt. Das Fütterungsverbot dient dazu, Infektionen von Wiederkäuern mit der Rinder-Gehirnkrankheit BSE zu verhindern und das Übertragungsrisiko auf den Menschen zu minimieren.

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Sendefähiges Videomaterial von deutschen Pelzfarmen stellen wir Ihnen gerne auf Anfrage zur Verfügung.

Gerne vermitteln wir Ihnen ein Interview mit Kampagnenleiterin Denise Schmidt.


VIER PFOTEN ist eine international tätige Tierschutzorganisation mit Hauptsitz in Wien. Die 1988 von Heli Dungler gegründete Organisation hat das Ziel, Tieren in Not mit nachhaltigen Kampagnen und Projekten zu helfen. Grundlagen dafür sind wissenschaftliche Expertise, fundierte Recherchen sowie intensives nationales und internationales Lobbying. Der Fokus liegt auf Tieren, die unter direktem menschlichen Einfluss stehen: Streunerhunden und -katzen, Nutz-, Heim- und Wildtieren wie Bären, Großkatzen und Orang-Utans aus nicht artgemäßer Haltung. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Großbritannien, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, Ungarn, den USA und Vietnam sorgt VIER PFOTEN für rasche und direkte Hilfe für Tiere in Not.

www.vier-pfoten.de