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Weiterer Tiger-Angriff in der Manege

VIER PFOTEN fordert erneut Wildtierverbot im Zirkus

12.02.2010 – Am 11. Februar hat ein Tiger des „Circus Probst“ seinen Dompteur während der Vorstellung in Solingen angegriffen und schwer verletzt. Die VIER PFOTEN fordert erneut ein sofortiges Verbot von Wildtieren im Zirkus. Innerhalb von zwei Monaten ist dies bereits der zweite schwere Unfall mit Tigern in einem Zirkus.

Erst im Dezember 2009 hatten in einem Hamburger Dinner-Zirkus drei Tiger ihren Tiertrainer angefallen und schwer verletzt. Der tragische Vorfall in Solingen zeigt leider erneut: Tiger sind und bleiben wilde Tiere und gehören nicht in die Manege.


Kein Einzelfall

Unfälle mit Wildtieren im Zirkus passieren immer wieder: Allein in den letzten fünf Jahren hat VIER PFOTEN elf Vorfälle gezählt, bei denen in Deutschland Menschen von Wildtieren im Zirkus verletzt wurden. Hinzu kamen 33 Ausbrüche von Wildtieren. Diese Vorfälle zeigen, dass die Haltung von Wildtieren im Zirkus mit unkalkulierbaren Sicherheitsrisiken verbunden ist, die Menschenleben gefährden.



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Tierleid auf Tournee

Aus Tierschutzsicht ist klar, dass Wildtiere im Zirkus unmöglich artgemäß leben können. Für Tiger, Löwen, Elefanten und Co. gehören dort dauernder Platzmangel, ständige Transporte und zweifelhafte Dressuren zum Alltag. Diese Mängel lassen sich durch bestehende Leitlinien, Auflagen und Kontrollen nicht beheben. Darum ist ein Haltungsverbot von Wildtieren im Zirkus das einzig sinnvolle Mittel.

Anlässlich des neuen tragischen Vorfalls verlangt VIER PFOTEN erneut ein Verbot der Wildtierhaltung im Zirkus. Das Bundesministerium für Verbraucherschutz blockiert seit Jahren einen entsprechenden Bundesratsbeschluss von 2003. Viele Länder wie Österreich, Schweden oder Bulgarien haben das Mitführen von Wildtieren im Zirkus längst gesetzlich verboten oder eingeschränkt.

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