Stopffleisch: Metro Gruppe täuscht Verbraucher
Bei der Metro Gruppe nimmt man es mit der Wahrheit nicht so genau: Gegenüber VIER PFOTEN versicherte der Konzern, keine Stopfmastprodukte in seinen Häusern zu verkaufen. Wir forschten nach und fanden in Supermärkten der Metro Gruppe Stopfleber und Entenfleisch aus Stopfleberproduktion. 
Verbraucher wollen kein Stopffleisch
Die meisten Verbraucher lehnen Stopfleber-Produkte ab, denn sie wissen, mit welchen Tierqualen die Zwangsmast verbunden ist. Mehrmals täglich werden die Tiere brutal gemästet. VIER PFOTEN hat im Oktober 2007 alle Supermarktketten aufgefordert, Stopfleber-Produkte auszulisten und sicher zu stellen, dass auch kein Fleisch aus der Stopf-Industrie verkauft wird. Dazu wurde den Supermärkten die "Informationsliste Stopfleberindustrie" von VIER PFOTEN mit Stopfleber-Produzenten an die Hand gegeben.
Fleisch ist falsch deklariert

Der Verbraucherschutzskandel betrifft vor allem Real. Metro und dessen Tochter Real stritten bisher jeglichen Verkauf von Stopfleber-Fleisch ab, obwohl ihre Regale immer noch reichlich gefüllt sind mit Fleisch von gestopften Tieren. Ihr Argument: Man verkaufe nur Barbarie-Enten, gestopft würde hingegen die Mulard-Ente.
VIER PFOTEN ließ das bei Real verkaufte Entenfleisch von einem unabhängigen Institut testen. Das Ergebnis ist erschreckend: Vier von fünf gekauften ungarischen Ententeilen sind falsch deklariert. Hinter der als Barbarie-Ente gekennzeichneten Brust oder Keule verbirgt sich die Mulard-Ente (Stopfente). Die Ententeile kamen von zwei ungarischen Großschlachthöfen, die dem deutschen Einzelhandel versichert hatten, kein Stopffleisch zu liefern, obwohl sie stark in die Stopfleberproduktion involviert sind.
 Von Kaufhof wurden zwei Proben von nicht näher deklarierten Ententeilen getestet. Auch hier handelte es sich beide Male um Fleisch der Stopfente. Daneben befanden sich große Mengen Stopfleber, obwohl die Metro Gruppe den Verkauf von Stopfprodukten in ihren Häusern bestreitet.
VIER PFOTEN protestiert
Wir fordern den deutschen Einzelhandel und speziell die Unternehmensgruppe Metro nachdrücklich dazu auf, die falsch dekarierte Ware und Stopfleberprodukte generell sofort aus dem Sortiment zu nehmen. Außerdem sollte die Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Lieferanten sofort eingestellt werden.
Machen Sie mit
Protestieren Sie gegen den Verkauf von Stopfleberprodukten und senden Sie eine Protestmail.
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