Edeka blind beim Tierschutz: Kaninchen leiden in Käfigbatterien
In düsteren Hallen sitzen tausende Kaninchen, die später in den Kühlregalen der Supermarktkette Edeka enden werden. In jeden der winzigen Käfige sind zwei Tiere gequetscht, sie können sich kaum umdrehen. Die einzige Beschäftigung für die Kaninchen ist eine nackte Edelstahlkette. Edeka scheint dies als Ersatz für ein Leben in der Natur anzusehen. Die Tiere haben zum Teil schwere Verletzungen, angebissene Ohren, Fleischwunden und entzündete Augen.
VIER PFOTEN liegt aktuelles Bildmaterial aus verschiedenen EU-Ländern vor. Die Zustände in den Farmen sind trotz Pseudogütesiegel der GGE verheerend. VIER PFOTEN wird im Rahmen des Aktionstages bundesweit Flugblätter vor Edeka-Filialen verteilen. „Edeka ist nun das primäre Kampagnenziel“, so VIER PFOTEN Kampagnenleiter Marcus Müller.
Einige Handelketten reagieren
Dank der Kampagne von VIER PFOTEN gab es in Deutschland schon große Erfolge: Rewe, Lidl, Tegut, Aldi Süd, Famila und weitere Supermärkte verzichten bereits auf Kaninchenfleisch aus Tierquälerei. Bei Edeka jedoch stapeln sich immer noch die Kaninchen aus tierquälerischer Massentierhaltung.
Aktionstag
Mit einem bundesweiten Aktionstag vor Edeka-Filialen hat VIER PFOTEN am 16. Juni 2010 eine Entscheidung für die Tiere und für den Verbraucherschutz gefordert. Marcus Müller von VIER PFOTEN betont: "Selbstständige Kaufleute bei Edeka haben bereits den Schritt gesetzt und verkaufen kein Käfigkaninchenfleisch mehr. Nun soll dies auch von der Geschäftsleitung von Edeka wahrgenommen werden."
"Die Ignoranz von Edeka hat Tradition, bereits bei den gequälten Stopfgänsen stellte sich der Handelkonzern stur, bei Kaninchen setzt Edeka auf ein sinnloses Pseudogütesiegel. Edeka steht für Tierquälerei, VIER PFOTEN wird die Kampagne auf Edeka konzentrieren und die Tierquälerei bei Edeka schonungslos offen legen", betont Müller.
17.06.2010
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