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Wölfe in Deutschland

2012-09-03

Sie sind wieder da

Die Wölfe kehren zurück nach Deutschland.
© VIER PFOTEN / Sabine Vielmo

Wölfe wurden über Jahrhunderte erbarmungslos gejagt und waren im 19. Jahrhundert in vielen Regionen Europas ausgerottet. Der letzte deutsche Wolf wurde 1904 in Sachsen erlegt. Heute wachsen die Wolfspopulationen in einigen Ländern wieder an, der europäische Bestand wird auf ca. 20.000 Tiere geschätzt.

Nach dem 2. Weltkrieg sind insbesondere in Ostdeutschland immer wieder Einzeltiere aufgetaucht, die jedoch abgeschossen wurden. 1990 wurde der Wolf in Deutschland unter Schutz gestellt und hat sich seitdem auch bei uns langsam wieder ausgebreitet.

 

 

Wölfe in der Lausitz

 

Aus Osteuropa kommend haben sich in der sächsischen Lausitz mehrere Wolfsrudel etabliert, auch im brandenburgischen Teil der Region sind ein Rudel und ein Wolfspaar sesshaft. Im Jahr 2009 lebten in der Lausitz ca. 35-50 Tiere. Die von dort abwandernden Jungtiere können überall in Deutschland auftauchen. Kontinuierliche Wolfnachweise gibt es bereits in Nordostdeutschland, Niedersachsen und Hessen.

Auch in Bayern gab es in der Vergangenheit vereinzelte Hinweise auf eingewanderte Tiere. Dementsprechend bezeichnet der bayrische Managementplan (Stufe 1) Bayern als Wolfserwartungsland, sprich mit Wölfen aus den Alpen und den nordöstlichen Gebieten kann gerechnet werden.

Zuwanderungen von Wölfen nach Deutschland können aus Polen, den Karpaten, der Balkanregion oder aus Italien und Frankreich erfolgen. Vermehrte Einwanderungen finden derzeit auch in Österreich und der Schweiz statt.

 

 

Weltweite Verbreitung des Wolfes

 

Früher war der Wolf das weltweit am weitesten verbreitete Säugetier. Er war auf der ganzen Nordhalbkugel anzutreffen. Vor allem in Europa und den USA ist er heute aus weiten Teilen seines ursprünglichen Verbreitungsgebietes verschwunden. Ab dem 18. Jahrhundert wurde er aus Mitteleuropa verdrängt, größere Bestände blieben vor allem in Süd- und Osteuropa erhalten.


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