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Junge Feldhasen nicht stören


Ein kleiner Feldhase, allein und verlassen am Wegesrand? In der Regel kein Grund zur Sorge, denn meist ist seine Mutter nicht weit. VIER PFOTEN gibt Tipps, worauf Spaziergänger achten sollten.


Pro Jahr werden in der Wildtierstation Hamburg etwa 50 Hasen gesund gepflegt.
© Wildtierstation Hamburg

Wie viele andere heimische Wildtiere bekommen Feldhasen bereits ab Januar ihren Nachwuchs. Versteckt in flachen Erdmulden bringt die Häsin im Durchschnitt drei Junge zur Welt. Doch viele Jungtiere sterben durch Beutegreifer oder extreme Wetterlagen. Auch Katzen und Hunde, die auf ihren Streifzügen oder beim Gassiegehen wildern, machen Jagd auf die jungen Hasen.

 

Hasen werden mit Fell und offenen Augen geboren und kurz danach von ihrer Mutter verlassen. Die Häsinnen besuchen und säugen ihren Nachwuchs regelmäßig, aber immer nur kurz und wenige Male am Tag. So vermeiden sie, dass Beutegreifer auf die Jungtiere aufmerksam werden. Die jungen Hasen sind Nestflüchter und können ihre Sasse schon mit zwei oder drei Tagen verlassen. Während sie auf ihre Mutter warten, kauern sie sich in Verstecke oder knabbern an ersten grünen Kräutern.

 

 

Gesunde Tiere in Ruhe lassen

 

Viele Tierfreunde sorgen sich unbegründet, wenn sie einen kleinen Feldhasen allein auffinden. Die meisten Junghasen sind weder verwaist noch krank. Wenn das Tier nicht verletzt oder in Gefahr ist, darf es auf keinen Fall mitgenommen werden. Dadurch macht man sich der Wilddieberei schuldig. Die Hasenmutter befindet sich meist ganz in der Nähe der Jungtiere und kann ihren Nachwuchs weiter versorgen.

 

Spaziergänger sollten sich rücksichtsvoll entfernen und Hunde an die Leine nehmen!

 

Verletzte Hasenjunge sollten vorsichtig aufgelesen und in einen luftdurchlässigen Karton zur nächsten Wildtierstation gebracht werden. Die Aufzucht und Auswilderung von jungen Wildtieren sollte unbedingt den Experten überlassen werden. Zumal es auch gesetzlich nicht erlaubt ist, Wildtiere ohne Genehmigung bei sich aufzunehmen.

 



VIER PFOTEN unterstützt die Wildtierstation Hamburg


© Wildtierstation Hamburg

VIER PFOTEN fördert die Wildtierstation Hamburg mit jährlich 100.000 Euro. Pro Jahr werden dort mehr als 1.500 hilflose Jungvögel, Eichhörnchen, Hasen und andere Wildtiere abgegeben, aufgezogen, medizinisch versorgt und wieder ausgewildert.


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