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Achtung Autofahrer: Wildunfälle



© VIER PFOTEN, Brigitte Kopetzky

Tipps zur Vorbeugung von Wildunfällen und zum richtigen Verhalten im Unglücksfall

 

Autounfälle sind für viele heimische Wildtierarten eine der häufigsten Todesursachen. Allein die Wildtierstation Hamburg nimmt jährlich etwa 300 durch Autounfälle verletzte Tiere auf. Gerade im Herbst führt die Brunftzeit des Rot- und Damwilds zu erhöhtem Wildwechsel. VIER PFOTEN rät deshalb zur besonderen Vorsicht.


Viele Tiere sind vorzugweise nachts oder in der Dämmerung unterwegs. Neben dem Wildwechsel erhöht die schlechte Sicht im Herbst das Risiko für Unfälle. Autofahrer sollten das Gefahrenzeichen „Wildwechsel“ ernst nehmen, die Geschwindigkeit drosseln und den Fahrbahnrand im Auge behalten. Sobald Wild ins Sichtfeld kommt, sollte auf das Abblendlicht umgeschaltet werden, damit die Tiere nicht geblendet werden.

 

Viele Tiere sind in Gruppen unterwegs: Taucht eins auf, muss mit weiteren Tieren gerechnet werden. Von riskanten Ausweichmanövern ist unbedingt abzuraten, da dadurch auch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden.

 

Befinden sich Tier und Fahrzeug aber einmal auf Kollisionskurs, lässt sich ein Unfall meist nicht mehr verhindern. Ist der Unglücksfall eingetreten, muss die Unfallstelle unverzüglich abgesichert und die Polizei gerufen werden. Erst nach Rücksprache mit dem zuständigen Jagdpächter darf das tote Tier von der Fahrbahn geräumt werden, um weitere Unfälle zu verhindern. Lebt das Tier noch, aber ist zum Weglaufen zu schwer verletzt, wird die Polizei die nächstliegende Wildtierstation kontaktieren. Diese holen es an der Unfallstelle ab und versorgen es fachmännisch. Von einer selbstständigen Bergung wird dringend abgeraten, um Tier und Mensch nicht weiter zu gefährden.

 

Die Einflussfaktoren kennen und eine umsichtige Fahrweise kann Leben retten. VIER PFOTEN bittet Autofahrer eindringlich, sich die Gefahr eines Wildunfalls bewusst zu machen und im Ernstfall besonnen und angemessen zu handeln.


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