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Pelztiere


Leiden für die Mode

Millionen Wildtiere leiden und sterben auf Pelzfarmen unter grausamen Bedingungen, um als Pelzmantel oder -accessoire zu enden.

 

 

Pelzindustrie – ein weltweites Geschäft

 

85 Prozent der gehandelten Felle stammen aus der Pelztierzucht, der restliche Teil des weltweiten Pelzhandels wird durch Jagd und Fallenfang gespeist. 2009 wurden weltweit etwa 100 Millionen Tiere unter grausamen Bedingungen gezüchtet und getötet.

 

Die meisten Pelzfarmen sind in Europa und China angesiedelt. China gilt mittlerweile als der größte Pelzproduzent der Welt, und auch als Handelsplatz für Felle hat Asien große Bedeutung.

 

In der EU gibt es noch etwa 7.200 Pelzfarmen. Diese liegen vor allem in Dänemark, den Niederlanden und Finnland. Etwa 35 Millionen Nerzfelle und zwei Millionen Fuchsfelle werden jährlich in europäischen Farmen erzeugt.


Nerze leiden in Drahtgitterkäfigen.
© VIER PFOTEN / Fred Dott

 

Pelzfarmen: Leben hinter Gittern

 

Millionen Wildtiere wie Nerze, Füchse und Marderhunde werden unter grausamen Bedingungen gezüchtet. In winzige Drahtkäfige gepfercht, leben die Tiere unter Dauerstress, Gitter an Gitter mit ihren Artgenossen.

 

In langen Reihen sind die Käfige etwa einen halben Meter über dem Boden aufgehängt. Kot und Urin fallen durch das Bodengitter, damit der Pelz nicht verschmutzt. Die mit einem sehr guten Geruchssinn ausgestatteten Raubtiere sind ein Leben lang einem unerträglichen Gestank ausgesetzt. Ihre empfindlichen Pfoten sind durch das Leben auf dem Käfigboden sehr häufig verletzt. Lediglich Nerzen steht eine Schuhkarton-große Wohnbox zur Verfügung, ansonsten fehlen jegliche Strukturen.

 

Die meisten Pelztiere sind von Natur aus Einzelgänger und bewegen sich in freier Wildbahn in riesigen Revieren. Die Gefangenschaft auf engstem Raum ist für sie enorm belastend. In Pelzfarmen können die Tiere, die noch die gleichen Bedürfnisse wie ihre wildlebenden Artgenossen haben, ihr natürliches Verhalten nicht im Ansatz ausleben. Klettern, jagen oder baden ist nicht möglich.

 

Viele Pelztiere zeigen unter diesen Bedingungen starke Verhaltensstörungen, oft kommt es sogar zu Kannibalismus und Selbstverletzungen. Nach einigen Monaten des Dahinvegetierens werden die Tiere bei der sogenannten „Pelzernte“ vergast, vergiftet oder durch Stromschläge getötet.


Pelzfarmen in Europa erzeugen pro Jahr etwa 35 Millionen Nerzfelle.
© VIER PFOTEN / Fred Dott

 

 

Fallenfang – unnötig und grausam

 

Millionen Rotfüchse, Waschbären und Biber werden jährlich in Fallen gefangen. In den USA, Kanada und Russland werden dazu heute noch Tellereisen eingesetzt. Diese Fallen sind extrem brutal – aber schonend für den Pelz. Tellereisen bestehen aus zwei Metallbügeln, die nach dem Auslösen zusammenschlagen und das Tier festhalten. Gefangene Tiere sterben an Erschöpfung oder Unterkühlung. Sie beißen oder drehen sich das eingeklemmte Bein ab und erliegen dann dem Blutverlust. Überlebende Tiere werden schließlich von den Fallenstellern brutal getötet.

 

Auch bei Totschlag- und Schlingenfallen werden die Pelztiere keineswegs immer sofort getötet. Einmal gefangen, kämpfen die Tiere oft stunden- oder tagelang um ihr Leben, bevor sie an Erschöpfung, Hunger, Durst oder an ihren Verletzungen sterben. Aus Lebendfallen versuchen verängstigte Tiere ebenfalls zu fliehen und verletzen sich dabei schlimmstenfalls.


In den USA werden immer noch Tellereisen-Fallen eingesetzt.
© Born Free USA Respect for Animals

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