VIER PFOTEN App nun für Iphone/Ipad und Android erhältlich


VIER PFOTEN App Download für
AndroidAndroid

IphoneIphone

Pelzkennzeichnung


News vom 27. September 2017:

Kennzeichnung von Echtpelz in der EU mangelhaft

Die Fur Free Alliance (FFA) legte heute im Europäischen Parlament einen brisanten Bericht vor. Ausführliche Informationen finden Sie hier.


Report zur Pelzkennzeichnung in Deutschland

Verbrauchertäuschung:

Echtpelz als Kunstfell gekennzeichnet

 

Eine gemeinsame Recherche (in 2016) des Deutschem Tierschutzbund und VIER PFOTEN enthüllt Irreführung bei der Pelzkennzeichnung in Deutschland. 51% der getesteten Kleidungsstücke waren nicht korrekt gekennzeichnet. Wir fordern von der Bundesregierung, sich auf EU-Ebene für eine transparente und verbraucherfreundliche Kennzeichnungsregelung einzusetzen.


Jacke mit Pelzkragen aus Marderhundfell.
© VIER PFOTEN

Als Mitglieder der internationalen „Fur Free Alliance“ haben wir zusammen mit dem Deutsche Tierschutzbund im Herbst 2016 gemeinsam 87 Kleidungsstücke aus 47 Geschäften in Hamburg, Berlin, Köln, Augsburg und München untersucht. Die Produkte stammen aus Boutiquen und Straßenständen, bekannten nationalen und internationalen Modeketten und Kaufhäusern sowie von Luxuslabeln und bewegen sich in einem preislichen Rahmen von 8 bis 1.195 Euro.

 

Die ganze Recherche hier als Download:

Täuschung & Irreführung. Pelzkennzeichnung in Deutschland


Je günstiger, desto schlechter die Kennzeichnung

79 der begutachteten Kleidungsstücke wären nach EU-Vorgabe kennzeichnungspflichtig, doch bei 50 Prozent fehlte der vorgeschriebene Hinweis im Etikett. Bei Produkten unter 50 Euro fehlte der Hinweis sogar bei über 80 Prozent. Bei Artikeln unter 10 Euro fehlte die vorgeschriebene Kennzeichnung bei 100 Prozent.


Mütze mit Bommel aus Marderhundfell.
© VIER PFOTEN

Verwirrung durch EU-Kennzeichnungsregelung

Gemäß der seit Mai 2012 geltenden EU-Kennzeichnungsregelung müssen nur textile Kleidungsstücke, welche weniger als 20% Echtpelz enthalten, mit dem Hinweis gekennzeichnet werden „enthält nichttextile Teile tierischen Ursprungs“. Ob es sich bei den ‚tierischen Teilen‘ einer Jacke um die Daunenfüllung, den Lederriemen am Reißverschluss oder um die Echtpelzverzierung der Kapuze handelt, ist unmöglich zu identifizieren. Kleidungsstücke, die mehr als 20% Echtpelz enthalten, brauchen gar nicht gekennzeichnet werden.


Verbraucher auf Kennzeichnung angewiesen

Laut Umfragen lehnen 86% der Verbraucher Echtpelz ab. Sie sind beim Einkaufen auf eine klare Kennzeichnung angewiesen. Wenn eine Mütze nur als ‚100% Acryl‘ etikettiert ist, obwohl der Bommel aus Echtpelz besteht, ist das Verbrauchertäuschung.


Vorbild Schweiz

In der Schweiz muss auf dem Etiket der Kleidungsstücke die Tierart mit korrektem Artnamen, das Herkunftsland und die Art der Pelzgewinnung klar benannt werden.


drucken