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Südafrikas Löwenindustrie



Nicht nur die Jagd auf die Zuchtlöwen ist aus Tierschutzsicht als zutiefst unethisch abzulehnen. Für die Löwen in den südafrikanischen Zuchtfarmen beginnt der Leidensweg bereits kurz nach der Geburt.


Zu früh von der Mutter getrennt

Oft schon drei Tage nach der Geburt werden die Löwenbabys von den Muttertieren getrennt. Abgesehen vom seelischen Leid der Tiere hat diese Praxis fatale Konsequenzen: Durch die fehlende Muttermilch treten vielfach Mangelerscheinungen auf. Die Jungtiere leiden unter Knochendeformationen, Atem- und Verdauungsproblemen, Schilddrüsenproblemen, Kalziummangel und vielen weiteren Krankheiten, die sie als ausgewachsene Tiere stark belasten.


Auch die Haltungsbedingungen für die Jungtiere sind oft völlig inakzeptabel: Wasser, Futter oder Schatten sind in vielen Gehegen Mangelware. Im schlimmsten Falle werden weibliche Jungtiere kurz nach der Geburt getötet, da sie für die Jagd seltener nachgefragt werden.


Schädliche Streicheleinheiten

Schon im Babyalter werden die kleinen Löwen als Touristenattraktion missbraucht. Durch die Handaufzucht werden sie gezielt auf den Menschen geprägt. Überall in Südafrika finden sich Angebote, Löwenbabys zu streicheln, zu fotografieren oder mit halbwüchsigen Löwen spazieren zu gehen.

 

Unwissende Touristen zahlen Geld um Löwenwelpen zu sehen und zu streicheln und unterstützen damit eine furchtbare Industrie. Eine Industrie die selbst viele Jagdverbände als  einstufen und ablehnen. Doch den meisten Touristen in Südafrika ist dies nicht bewusst.


Für die mutterlosen Löwenbabys ist dies purer Stress: Jungtiere haben ein enormes Ruhebedürfnis, der ständige Kontakt zu Menschen und die schlechte Haltung führen zu massiven Verhaltensstörungen. Auch ihre körperliche Entwicklung wird stark beeinträchtigt. Zudem werden immer wieder Menschen von jungen Löwen angegriffen und verletzt.


Viele Zuchtlöwen werden als Touristenattraktion missbraucht und enden als Jagdtrophäe.
© VIER PFOTEN

Löwinnen als Gebärmaschinen

Die Zuchtlöwinnen sind bald nach der Wegnahme ihrer Jungen wieder empfängnisbereit und werden sofort neu gedeckt. Als “Gebärmaschinen“ missbraucht, sind sie dem andauernden Trauma ausgesetzt, ihre Babys zu verlieren. Da die Löwinnen viel öfter Nachwuchs zur Welt bringen als unter natürlichen Bedingungen, sind sie nach wenigen Jahren ausgelaugt und schwach, ihre auf diese Weise gezüchteten Jungtiere haben ebenfalls eine schlechte Konstitution.


In freier Wildbahn bekommen Löwinnen etwa alle zwei Jahre Junge - auf den Zuchtfarmen müssen sie alle sechs Monate werfen. Ausgelaugte oder kleine Löwinnen enden nicht selten als „Sonderangebot“ für Jäger oder werden getötet um ihre Knochen zur Herstellung von "Medizin" zu verkaufen.


Täuschung von Touristen

Die Löwenzüchter bezeichnen sich selbst fälschlicherweise als „Naturschützer“ und behaupten gegenüber Touristen, dass die Tiere zur Auswilderung gezüchtet werden. Dies ist eine offenkundige Fehlinformation. In Gefangenschaft geborene Raubtiere, insbesondere Handaufzuchten, können nicht erfolgreich ausgewildert werden.

 

Aus Europa werden häufig freiwillige Mitarbeiter als „Volunteers“ auf die Zuchtfarmen gelockt, zur Mitarbeit bei der Löwenaufzucht. Meist zahlen sie viel Geld für einen sechswöchigen Aufenthalt in einer sogenannten „Auffangstation“ oder einem „Wildreservat“.

Doch mit Tier- oder Artenschutz haben solche Angebote nichts zu tun: Die jungen Löwen leiden auf diesen Farmen. Wer hier ein Praktikum macht, unterstützt die grausame Löwenindustrie – wenn auch unwissend und ohne böse Absicht.

Die traurige Endstation eines südafrikanischen Zuchtlöwen ist in der Regel eine Canned Hunting Farm.


 

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