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Reisezeit: Tierleid im Urlaub vermeiden

2017-07-25

Elefantenreiten, Löwen streicheln oder Schildkrötenpanzer kaufen: von all diesen Angeboten sollte unbedingt Abstand genommen werden, da sich hierhinter oft massive Tierquälerei verbirgt.



© FOUR PAWS

Ein Klassiker unter den Touristen-Attraktionen, besonders in exotischen Ländern, sind Elefanten-, Pony-, Esel- und Kamelritte. Aber Vorsicht: Oftmals werden die Tiere nicht artgemäß gehalten und sind zum Beispiel den ganzen Tag über großer Hitze ausgesetzt, ohne mit frischem Wasser versorgt zu werden. Elefanten werden schon als Jungtiere brutal misshandelt, um sie gefügig zu machen. Auch besteht beim direkten Kontakt mit Elefanten ein enormes Sicherheitsrisiko, wie zahlreiche Unfälle belegen.


No-Go: Stierkämpfe und Co.

VIER PFOTEN warnt dringend vor dem Besuch jeglicher Sport- und Wettkämpfen mit Tieren ab. Ob Stierkämpfe oder grausamen Hunde-, Bären- oder Hahnenkämpfe: das Leid, welches den Tieren hier wiederfährt, ist offensichtlich. Bei Stierkämpfen etwa werden Tiere schon vor dem Spektakel bewusst gereizt. Das kann von Schlägen gegen die Nieren über das Bohren von Nadeln in die Geschlechtsteile bis hin zur Verabreichung von Medikamenten, um die Tiere orientierungslos zu machen, reichen. Während des Kampfes wird der Stier wiederholt mit Lanzen in die Seite gestochen. Höhepunkt ist die Tötung, wobei der Tod meistens durch Ersticken am eigenen Blut infolge des „Gnadenstoßes“ eintritt.


Fotos mit exotischen Jungtieren ablehnen

In vielen Ländern werden Touristen Fotomöglichkeiten mit Wildtieren angeboten. Sehr beliebt sind auch hier die Jungtiere. Hier handelt es sich um reine Geschäftemacherei auf Kosten der Tiere, die meist unter inakzeptablen Bedingungen gehalten werden. 


„Streichelfarmen“ mit jungen Löwen und Tigern sind in Südafrika gang und gäbe.
© FOUR PAWS

Keine Großkatzen-Streichelfarmen besuchen

Ein großes Tierschutz-Problem sind auch die „Streichelfarmen“ mit jungen Löwen und Tigern, wie sie etwa in Südafrika gang und gäbe sind. Viele Touristen fühlen sich von den niedlichen Jungtieren angezogen, wissen aber nicht, dass diese nach einigen Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einer Jagdfarm enden um dort von Trophäenjägern erlegt zu werden. Diese besonders grausame Form der Gatterjagd nennt sich Canned Hunting. Die südafrikanische Löwenindustrie unterhält etwa 200 Zuchtfarmen mit 8.000 Löwen.


Streuner nicht einfach füttern

Herrenlose Hunde und Katzen bestimmen vor allem in südlichen Ländern das Stadt- bzw. Strandbild. Urlaubsgäste lassen sich leicht dazu verleiten, die Streuner zu füttern, wovon aber dringend abzuraten ist: Die Tiere gewöhnen sich sehr rasch an diese Nahrungsquelle, die dann, nach der Urlaubssaison, alternativlos wieder versiegt. Füttern ist auch deshalb problematisch, weil sich die Tiere dadurch noch schneller vermehren. Viel sinnvoller ist es daher, einen lokalen Tierschutzverein direkt am Urlaubsort mit einer Spende für Kastrationen und professioneller Versorgungen zu unterstützen.


Keine Souvenirs tierischen Ursprungs kaufen

In vielen Geschäften werden Gegenstände aus Elfenbein, Schildkrötenpanzer, Lederprodukte aus Häuten exotischer Tiere oder Korallen angeboten. Der Kauf dieser Produkte fördert die Ausrottung geschützter Arten. Auch die unbeabsichtigte Einfuhr solcher Souvenirs, ist nach interntionalem Artenschutzrecht verboten und wird mit Geldbußen und sogar Freiheitsstrafen geahndet.


Tierfreundliches Reisen

Allen, die sich im Urlaub mit Tieren beschäftigen möchten, raten wir Nationalparks oder Schutzzentren zu besuchen, wie unsere BÄRENWÄLDER oder unser Großkatzenschutzzentrum LIONSROCK, das Großkatzen aus Zoo, Zirkus und schlechter Privathaltung ein neues Zuhause bietet und auch über Unterkünfte für Touristen verfügt.


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