VIER PFOTEN App nun für Iphone/Ipad und Android erhältlich


VIER PFOTEN App Download für
AndroidAndroid

IphoneIphone

Löwe Cecil: Opfer der Trophäenjagd ist kein Einzelfall

2015-08-03

Update, 2. August 2015 - VIER PFOTEN Expertenteam vor Ort 

 

Nachdem der Tod des Löwen Cecil in Simbabwe die Auswüchse der Trophäenjagd gezeigt hat, fordert die international tätige Tierschutzstiftung VIER PFOTEN europäische Länder und die USA auf, ein Importverbot für Jagdtrophäen zu verhängen. Damit könnte diesem grausamen Geschäft Einhalt geboten werden. Laut einer CITES-Statistik wurden zwischen 2010 und 2014 aus Afrika 165 Löwen-Jagdtrophäen legal nach Deutschland eingeführt.

 

Seit gestern ist VIER PFOTEN mit einem Expertenteam im Hwange Nationalpark in Simbabwe vertreten, um die Situation des verbliebenen Löwen-Rudels vor Ort zu beobachten.

 

Im Hwange National Park wird sich das VIER PFOTEN Team zunächst über den tatsächlichen Zustand des Löwenrudels ein Bild machen, vor allem angesichts der Gerüchte, dass Cecil’s Bruder Jericho ebenso getötet wurde. Die Gerüchte wurden später über Agenturmeldungen wieder dementiert. Als Tierschutzorganisation ist es VIER PFOTEN wichtig sicherzustellen, dass die Nachkommen von Cecil nicht in Gefahr sind. In der Natur ist es gang und gäbe, dass der Nachfolger des Rudelführers die bestehenden Jungen tötet.



Cecils Schicksal ist kein Einzelfall

Seit Jahren engagiert sich VIER PFOTEN gegen die extremste Art der Trophäenjagd, das so genannte Canned Hunting. „Der Fall des in Simbabwe gewilderten Löwen Cecil ist leider kein Einzelfall", sagt Ioana Dungler, Verantwortliche für Wildtiere bei VIER PFOTEN. Sie wurde gestern von CNN in unserem Großkatzenrefugium LIONSROCK dazu interviewt. 

 

Unterstützen Sie unsere Arbeit gegen Canned Hunting!



© Youtube

Illegale Jagd auf gefährdete Tierarten boomt in Afrika

„Unseren Recherchen zufolge werden vor allem immer mehr Löwen aus Nationalparks oder anderen geschützten Gebieten gelockt, um schließlich zur Jagd freigegeben zu werden“, so Ioana Dungler. Teilweise werden diese Löwen zunächst in Zuchtfarmen gebracht. Derzeit gibt es alleine in Südafrika ca. 6.000 Löwen auf etwa 250 Zuchtfarmen.  Viele der dort geborenen Jungtiere müssen zunächst als Touristenattraktion herhalten; man kann sie streicheln, Fotos machen und mit ihnen spazieren gehen. Ahnungslose Touristen besuchen diese Farmen und bezahlen Geld, um kleine Löwenjunge anzuschauen oder anzufassen. Dass sie damit eine grausame Industrie unterstützen, die selbst von vielen Jagdverbänden als unethisch abgelehnt wird, ist den wenigsten bewusst.


Löwenpopulaton sinkt seit Jahren

Die Zahl der wilden Löwen schrumpft seit Jahren: Experten gehen von nur noch 23.000 wildlebenden Löwen auf dem afrikanischen Kontinent aus, die SSC Cat Specialist Group der IUCN erwartet, dass etwa 42 Prozent der großen Löwenbestände schrumpfen.


VIER PFOTEN Kampagne #VIERPFOTENgowild

Im Rahmen der aktuellen Kampagne #VIERPFOTENgowild fordert die Tierschutzorganisation

 

  • Ein Verbot des Canned Hunting in Südafrika und eine Wiederaufnahme von Löwen in die „Threatened or Protected Species Regulation” (TOPS-Liste)
  • Verbot der kommerziellen Löwenzuchtfarmen
  • Verbot der „Streichelangebote“ auf Löwenfarmen – Handaufzucht nur bei Notfällen

 

Gleichzeitig bietet die Organisation der Regierung von Simbabwe ihre Expertise zum Thema Canned Hunting an. 

 

Link zur VIER PFOTEN Petition gegen Canned Hunting: www.cannedhunting.com

Link zur VIER PFOTEN Kampagnen-App: www.vier-pfoten.org/vierpfotengowild


CNN sendet live aus LIONSROCK

Ein Team von CNN ist seit gestern vor Ort und sendet live aus LIONSROCK.

 

Den Live-Stream können Sie hier sehen: 

http://edition.cnn.com/2015/07/29/africa/zimbabwe-cecil-the-lion-killed/index.html



© VIER PFOTEN | 2015

drucken