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Gründe für eine verpflichtende Haltungskennzeichnung


Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher legen Wert auf Nachhaltigkeit und Tierschutz, wie Umfragen belegen[1].  Dennoch können Konsumenten im Supermarkt keine informierte Kaufentscheidung treffen, da eine transparente und einheitliche Kennzeichnung bei Fleisch- und Milchprodukten sowie Produkten mit verarbeiteten Eiern fehlt.

 

Stattdessen gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen, teils von der Industrie selbst vergebenen Siegeln sowie auf den Verpackungen teils irreführende Werbebilder mit Tieren auf der Weide. Die Begriffe „Tierwohl“ oder „artgerecht“ sind zudem nicht einheitlich, trennscharf und präzise definiert. Doch Konsumenten wollen transparent und ausreichend informiert werden.

 

Das Erfolgsmodell der Kennzeichnungspflicht von Schaleneiern hat gezeigt, dass Verbraucher und Lebensmitteleinzelhandel gezielt auf Käfigeier verzichtet haben. Dies hat die Industrie und den Markt in kürzester Zeit hin zu mehr Tierschutz verändert. Ähnlich kann dies bei Fleisch- und Milchprodukten sowie Produkten mit verarbeiteten Eiern geschehen, wenn diese einer verpflichtenden Kennzeichnung unterliegen.

 

Diese Form der Verbraucherinformation leistet nachweislich einen erheblichen Beitrag für mehr Tierwohl und stärkt landwirtschaftliche Betriebe, die höhere Tierhaltungsstandards umsetzen wollen. 


Eine verpflichtende Haltungskennzeichnung verfolgt zwei Ziele:

1. Verbrauchern bei Fleisch- und Milchprodukten sowie Produkten mit verarbeiteten Eiern transparente und einfache Informationen über die Haltung der Tiere an die Hand zu geben, damit sie eine bewusste Entscheidung treffen können.

 

2. Den Tierschutz in der Nutztierhaltung flächendeckend voranzubringen. Dies steht nicht in Konkurrenz zu anderen Initiativen wie beispielsweise freiwilligen Tierschutz-Siegeln, die zusätzlich genutzt und gegebenenfalls den Stufen zugeordnet werden können.



[1] Siehe Forsa-Umfrage zur Haltungskennzeichnung im Auftrag von Greenpeace, 2017

  • European Product Label Research im Auftrag von Compassion in World Farming, 2014
  • Verbraucherumfrage im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Verbraucherschutz, 2013

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