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Ein natürlicher Schweinetag

2012-08-30

70 Prozent des Tages verbringen Schweine mit Erkunden und Futtersuche.
© VIER PFOTEN

Die Schweine schlafen eng zusammengekuschelt in ihrem Nest. Morgens stehen sie zusammen auf und verrichten ihr Geschäft an einem separat angelegten, abseits gelegenen Kot- und Harnplatz. Rund 70 Prozent des Tages verbringen sie mit Erkundung und Nahrungssuche. In einstreuloser Intensivhaltung führen Schweine in ihrer Not Ersatzhandlungen durch, indem sie beispielsweise den Inhalt des Futtertroges umwühlen oder aber die Rüsselscheibe in stereotyper Art und Weise immer wieder vor und zurück über den Beton- oder Spaltenboden reiben.

Schweine haben einen ausgeprägten Sinn für Leckerbissen und ein breites Nahrungsspektrum: Sie fressen unter anderem Gras, Früchte, Nüsse, Blätter, Kräuter, Pilze, Wurzeln, Knollen, Würmer, Schnecken, Larven, Aas, kleine Wirbeltiere, aber auch größere Tiere wie z.B. Rehkitze. Unter intensiven Haltungsbedingungen bekommen die Schweine üblicherweise zwei mal täglich ein reizarmes Einheitsfutter, dessen Aufnahme sie in der Regel nur etwa zehn Minuten beschäftigt.

Mittags legen Schweine gern eine mehrstündige Ruhepause ein oder widmen sich ausgiebigem Baden, Suhlen und Wälzen. In den frühen Abendstunden richten sie ihr Schlafnest, indem sie frisches Material wie Gras, Laub und dünne Zweige herantragen, in das sie sich behaglich einnisten. Diese Verhaltensweisen müssen in der Intensivtierhaltung stark oder ganz unterdrückt werden.


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