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Rechtslage

2012-08-30

Masthühner

Seit Juni 2009 gelten für Deutschland verbindliche Regelungen für die Haltung von Masthühner. Sie sind aus Tierschutzsicht völlig inakzeptabel.

 

Masthühner werden auf engstem Raum zusammen gedrängt, bis zu 24 Tiere pro Quadratmeter bei Besatzdichten bis zu 35 kg/m² (Kurzmast), bzw. bis zu 39 kg/m² (Langmast). Dies bedeutet sogar noch eine Verschlechterung gegenüber der bisherigen Praxis, die sich an freiwilligen Eckwerten der Geflügelwirtschaft orientierten (35 kg/m²).

VIER PFOTEN hatte zum Entwurf der Regelung eine wissenschaftlich fundierte Stellungnahme abgegeben, unsere Kritikpunkte blieben jedoch weitgehend unberücksichtigt.

 

 

EU-Richtlinie

 

EU-Mindeststandards sind von einer annähernd tierfreundlichen Regelung sogar noch weiter entfernt.

Die seit Mai 2007 vom EU-Ministerrat für Landwirtschaft und Fischerei beschlossene Richtlinie erlaubt eine Besatzdichte von 42 kg/m². Bei der vielfach praktizierten Kurzmast für die Produktion von Grillhähnchen dürfen somit bis zu 28 Tiere auf einem Quadratmeter gehalten werden.

Schritte zur Vermeidung der gravierendsten Tierschutzprobleme aufgrund der einseitigen Turbo-Zucht klammert die EU-Richtlinie völlig aus. Völlig unklar bleibt außerdem, wie die Einhaltung dieser Regelungen kontrolliert werden soll.

Zusammen mit anderen Tierschutzorganisationen hatte VIER PFOTEN auch hier bereits während der Beratungen die wichtigsten Mängel im Entwurf der Richtlinie kritisiert und Lösungsmöglichkeiten benannt. Auch diese blieben unbeachtet. So werden schwere Tierschutzprobleme durch EU-Standards für Masthühner gesetzlich legitimiert.


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