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VIER PFOTEN Kommentar zur ARD-Sendung „Die Eierlüge“ vom 31.07.2017

2017-08-01

VIER PFOTEN Kommentar zur ARD-Sendung „Die Eierlüge“ vom 31.07.2017:

Die in der ARD-Sendung „Die Eierlüge“ vom 31.07.2017 gezeigten Bilder von verletzten und toten Hühnern sind erschütternd. Sie sind aber gleichzeitig eine Momentaufnahme der Intensivtierhaltung in Deutschland und ein Spiegel dessen, was seit Jahren in der Nutztierpolitik versäumt wurde. Besonders erschreckend, dass der bei den Haltungsformen Freiland- und Biohaltung vorgeschriebene Auslauf den Tieren zum Teil systematisch und wissentlich verwehrt wurde. Dass diese Betriebe ohne Beanstandungen durch die Kontrolle gehen konnten, zeigt, wie schwach die Umsetzung tierschutzrechtlicher Vorschriften in der landwirtschaftlichen Tierhaltung ist. VIER PFOTEN fordert schärfere Sanktionen gegen Betriebe, die gegen geltendes Tierschutzrecht verstoßen.

 

Der Verbraucher hat es in der Hand: Reduzieren Sie Ihren Eierkonsum und steigen Sie auf Ei-freie Alternativen um. Wenn Sie Eier kaufen, achten Sie auf Siegel von Bio-Anbauverbänden wie z.B. Demeter oder Bioland und auch darauf, ob diese Betriebe bereits einer Initiative angehören, die die männlichen Küken nicht tötet, sondern mit aufzieht.


Hintergrund

Die EU Eier-Kennzeichnung bezeichnet alleine die Haltungsform. Bei der Ziffer „0“ Biohaltung bedeutet das: 6 Hennen pro Quadratmeter im Stall und 4 Quadratmeter Auslauf pro Henne. Bei der Ziffer „1“ Freilandhaltung: 9 Hennen pro Quadratmeter im Stall (bei mehreren Ebenen 18 Hennen pro Quadratmeter) und 4 Quadratmeter Auslauf pro Henne. Leider lässt sich anhand der Ziffern nicht die Betriebsgröße oder die tatsächliche Belegung erkennen. Ebenso gibt es keine Aussage zum Gesundheitszustand der Tiere. Dass aber nicht einmal die formalen Vorgaben bei den gezeigten Betrieben erfüllt worden sind, ist ein Skandal.

 


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