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Urteil zu Kastenständen



Bundesverwaltungsgericht bestätigt Magdeburger Urteil: Sauen müssen sich in Seitenlage ausgestreckt hinlegen können.

Kastenstände müssen breit genug sein, damit die Tiere beim Liegen auf der Seite ihre Beine ungehindert ausstrecken können. Dies ist nicht der Fall, wenn sie ihre Beine unter den Stangen in eine belegte Nachbarbucht ausstrecken müssen. Die Kastenstände müssen dem Urteil nach mindestens so breit wie die Rückenhöhe der Sau sein .

Das Magdeburger Urteil klingt zunächst gut. Doch auch verbreiterte Kastenstände führen zu massiven Tierschutzproblemen. Dann nämlich, wenn die Sau versucht, sich umzudrehen. So zum Beispiel in der Phase des Absetzens der Ferkel, in der Sauen besonders unruhig sind. Dabei kommt es zu schweren Verletzungen und Verkeilungen, da die Kastenstände für ein ungehindertes Bewegen und Umdrehen nicht breit genug sind.



VIER PFOTEN fordert anlässlich der am 18. Januar beginnenden Amtschefkonferenz (ACK) in Berlin, ein Verbot der Kastenstandhaltung von Sauen und finanzielle Förderung für eine tiergerechte Sauenhaltung.


Die Haltung im Kastenstand ist mit extremem Leid der Tiere verbunden. Eine Sau darf nach den Vorgaben der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung etwa zehn Wochen am Stück in dem Metallgestell eingesperrt sein: ab einer Woche vor der Geburt bis vier Wochen nach dem erneuten Decken. Nach diesen zehn Wochen muss sie für etwa zehn Wochen in der Gruppe gehalten werden. Danach darf das Tier wieder eingesperrt werden. In der Einsperrzeit kann sich die Sau keinen Schritt vor- oder zurück bewegen und sich nicht ungehindert umdrehen. Überall seitlich und auch über ihrem Rücken sind Metallstäbe. Dies entspricht nicht einer verhaltensgerechten Unterbringung von Tieren, wie sie nach dem deutschen Tierschutzgesetz gefordert wird.


Eine Lösung ist nur durch andere Haltungssysteme möglich, die der Sau in jeder Phase ihres Lebens ein ungehindertes Umdrehen und Bewegen ohne Verletzungen erlauben. In einigen Ländern verzichtet man zum Teil schon auf Kastenstände und setzt auf tiergerechtere Haltungssysteme mit mehr Platz, weicher Einstreu, Nestbau- und Beschäftigungsmaterial sowie Sozialkontakt zu den Ferkeln.

 

VIER PFOTEN fordert ein Verbot der Kastenstandhaltung und finanzielle Förderung für eine tiergerechte Sauenhaltung.


 

Update: Dank eurer Unterstützung gibt es jetzt Bewegung! Am 22. September 2017 treffen sich die Bundesländer, um über die Zukunft von Kastenstandhaltung in Deutschland abzustimmen.

 

Bleiben Sie auf dem Laufenden und verfolgen Sie unsere Kampagne: Lasst endlich die Sau raus!


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