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Tierschutzorganisationen im Dialog mit der Politik

2016-05-12

Parlamentarischer Abend zur Haltung von Tieren in der Landwirtschaft

Am 10.05.2016 luden VIER PFOTEN, die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, die Welttierschutzgesellschaft e.V., der Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V., PROVIEH – Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e.V. und der Bundesverband Tierschutz e.V zum Parlamentarischen Abend ein, um auf Verbesserungen in der Haltung von Tieren in der Landwirtschaft hinzuwirken.


Prof. Dr. Achim Spiller, Hauptautor des Gutachtens.
© Welttierschutzgesellschaft e.V.

Anlass war das vor einem Jahr vorgestellte Gutachten „Wege zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung“ des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik (WBA). Demensprechend lautete das Motto der Veranstaltung: „Ein Jahr nach dem WBA-Gutachten – Quo vadis?“.



© Welttierschutzgesellschaft e.V.

Gemeinsam mit den anderen Tierschutzorganisationen kritisieren wir, dass die Regierung es versäumt habe, die aus dem Gutachten hervorgehenden Herausforderungen für eine von der Gesellschaft geforderte tiergerechtere Nutztierhaltung anzugehen. Es ist höchste Zeit, neben einer Verschärfung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung auch finanzielle Anreize für eine artgemäße Tierhaltung zu geben. Gesetzliche Regelungen wie zum Beispiel das Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung für Milchkühe ist längs überfällig.


vlnr: Dr. Leif Koch, Welttierschutzgesellschaft; Dr. Maria Flachsbarth, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft; Prof. Dr. Achim Spiller, Universität Göttingen; Ina Müller-Arnke, VIER PFOTEN.
© Bundesverband Tierschutz e.V.

Staatssekretärin Flachsbarth betonte dagegen, dass freiwillige Vereinbarungen Vorrang vor gesetzlichen Regelungen hätten. Man wolle nicht die Tierhaltung  nicht aus Deutschland vertreiben beziehungsweise sie in Deutschland unmöglich machen. Insofern könnten die Anforderungen an die Landwirte nicht beliebig erhöht werden, so Dr. Flachsbarth.

 

Trotz dieser Aussagen, bewerteten wir und die anderen Tierschutzorganisationen den Abend als einen Erfolg. Wir konnten unsere Positionen an die Politik kommunizieren und werden uns natürlich weiterhin auf politischer Ebene für Verbesserungen im Tierschutz einsetzen.


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