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Repräsentative Studie zum staatlichen Tierwohllabel

2017-01-27

Wir haben in einer repräsentativen Umfrage die deutsche Bevölkerung nach ihrer Meinung zum staatlichen Tierwohllabel für Fleischprodukte befragt. Direkt zur Studie.



Denise Schmidt, Kampagnenleiterin bei VIER PFOTEN, zum staatlichen Tierwohllabel.


Mehr als 60 Prozent der Deutschen sind überzeugt, dass die Kriterien für das neue Label deutlich über den gesetzlichen Mindeststandards liegen sollten. Bessere Bedingungen für die Tiere und eine Verlässlichkeit über deren Einhaltung wünschen sich drei Viertel der Verbraucher. 

 

Zudem wünschen sich über 90 Prozent ein Kennzeichnungssystem für alle tierischen Produkte ähnlich der 0-1-2-3-Kennzeichnung für Eier. Auf der diesjährigen Landwirtschaftsmesse Internationale Grüne Woche, hatte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) das neue Tierwohllabel für Fleischprodukte angekündigt jedoch ohne dessen Kriterien, wie z. B. für die Haltung, zu benennen.




Weitere Ergebnisse der repräsentativen Umfrage:


Keine Übergangsfristen: Drei Viertel der Befragten fordern, dass alle Kriterien zu 100 Prozent erfüllt sein müssen, damit ein Betrieb das neue Label erhält. Auch VIER PFOTEN fordert eindringlich, dass es keine Übergangsfristen geben darf.

 

Kurze Tiertransporte: Die Transportzeit von Schweinen sollte nach Meinung von über drei Vierteln der Befragten vier Stunden nicht überschreiten. Aktuell führt VIER PFOTEN als Mitglied der Eurogroup for Animals auf europäischer Ebene die Kampagne www.stopthetrucks.eu durch. Wir fordern dort eine Obergrenze von vier Stunden für alle Tiertransporte inkl. Pausen.

 

Wenig Vertrauen ins Landwirtschaftsministerium: Nur rund ein Fünftel der Konsumenten trauen dem Staat bzw. dem Bundeslandwirtschaftsministerium zu, geeignete Kriterien für das neue Tierwohllabel zu definieren.


Die vollständige Verbraucherumfrage finden Sie als PDF hier.


Das Tierwohllabel ist freiwillig und wird einen Großteil der Nutztiere nicht betreffen.

Erst, wenn der Verbraucher im Geschäft wirklich erkennen kann, wie ein Tier gelebt hat, können bewusste Kaufentscheidungen getroffen werden. Dies ist nur mit einer EU-weiten, obligatorischen Kennzeichnungspflicht für alle tierischen Produkte möglich, wie sie VIER PFOTEN fordert.


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