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Erfolg: EU-Parlament fordert Mindeststandards für Mastkaninchen

2017-03-15

Das EU-Parlament hat sich am 14.3.2017 mehrheitlich für Mindeststandards für Mastkaninchen ausgesprochen! Derzeit werden 320 Millionen Kaninchen in engen Drahtkäfigen in der EU gehalten. Nun ist die EU-Kommission aufgefordert, rasch legislative Vorschläge für bessere Haltungsbedingungen von Kaninchen auszuarbeiten. VIER PFOTEN hatte bereits 2015 in einem Vortrag im EU-Parlament auf die Notwendigkeit einer besseren Gesetzgebung hingewiesen.

 

Denise Schmidt, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN:
„Der Ball liegt bei der EU-Kommission. Sie hat die Chance, einen der großen Missstände in der europäischen Tierhaltung zu beenden. Die Haltung von Kaninchen in Käfigen ist grausam und aus Tierschutzsicht völlig inakzeptabel."

 

Gesetzeslage in Deutschland
Kaninchen sind sehr sensible und soziale Wesen. Sie haben vor allem ein Bedürfnis nach Bewegung, sollten hoppeln und sich verstecken können. Beides ist in kleinen Drahtkäfigen unmöglich. In Deutschland wurden 2014 gesetzliche Regelungen für die Haltung von Mastkaninchen eingeführt. Sie beinhalten einige Verbesserungen wie z.B. mehr Platz oder bessere Strukturierung der Boxen, verbieten aber die Käfighaltung nicht. 99 Prozent der Kaninchen in den EU-Ländern leben in Käfigen. Meistens steht ihnen nur ein Platz von weniger als zwei DIN A4-Seiten zur Verfügung.

 

Bevölkerung fordert mehr Schutz für Kaninchen
Im Rahmen des Eurobarometer 2016 haben 94 Prozent der EU-Bevölkerung das Wohlergehen von Nutztieren als wichtig bezeichnet. 82 Prozent waren der Ansicht, dass der Nutztierschutz in der EU-Gesetzgebung eindeutig verbessert werden muss. Insgesamt waren 59 Prozent der europäischen Bürgerinnen und Bürger auch bereit, mehr für Produkte zu bezahlen, bei deren Herstellung auf Tierschutz geachtet wurde.


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