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Bundestag stimmt über Tierschutz-Themen ab

2017-05-18

Update 02.06.2017Jetzt ist es beschlossen: Spätestens bis 2022 wird die Pelztierhaltung in Deutschland ein Ende haben. Nach dem Bundestag, hat heute der Bundesrat dem Gesetzesentwurf zugestimmt. Wir hätten uns zwar ein strengeres und ein schnelleres Verbot gewünscht, aber das wichtigste ist, dass kein Tier mehr in Zukunft auf deutschen Pelzfarmen leiden muss.

 

Einblick in die Sitzung findet ihr unter: http://www.bundesrat.de/.../mediathek/mediathek-node.html...


Update 19.05.2017: Wie erwartet hat der Bundestag dem Gesetzesentwurf der Regierungsparteien zugestimmt. Aus Tierschutz-Sicht ein Armutszeugnis. Am 2. Juni muss nun noch der Bundesrat zustimmen.


Am 18.Mai 2017 stimmt der Bundestag über einen Gesetzesentwurf der Regierungsparteien über die Haltung von Pelztieren, das Verbot der Schlachtung trächtiger Tiere und der Aufhebung des Verfütterungsverbot tierischer Fette an Nutztiere ab. Was von der Großen Koalition als Tierschutzerfolg verkauft wird, ist ein schwacher Kompromiss. Er lässt etliche Hintertürchen und Ausnahmen zu.


Der Entwurf der Regierungsparteien sieht vor, dass Pelzfarmen weiterhin betrieben werden können, solange sie die Haltungsanforderungen erfüllen
© VIER PFOTEN | Fred Dott

Lange Übergangsfristen für Pelzfarmen

Kampagnenleiterin Denise Schmidt: "Die Haltung von Nerzen auf Pelzfarmen ist grausam, sie muss sofort gesetzlich verboten werden. Stattdessen erlaubt der Entwurf, dass Pelzfarmen weiterhin betrieben werden können, solange sie die Haltungsanforderungen erfüllen. Den sechs verbliebenen Pelzfarmen soll zudem eine Übergangsfrist von fünf Jahren genehmigt werden. Ein beschämendes Ergebnis".


Schlachtung trächtiger Kühe soll verboten werden

Jedes Jahr ersticken Millionen Feten qualvoll im Mutterleib, wenn das Muttertier geschlachtet wird. Dem will der Gesetzesentwurf durch ein Verbot der Schlachtung hochträchtiger Tiere entgegentreten. Doch es werden Ausnahmen zugelassen. Das Verbot soll nicht für hochträchtige Schafe und Ziegen gelten.


Kälber mit den Fetten geschlachteter Rinder zu füttern soll bald wieder erlaubt sein.
© iStock | Marjan Laznik

Darf man Kälber mit Rindfleisch füttern?

Kühe sind von Natur aus Vegetarier. Mit dem Gesetzentwurf will die Große Koalition das Verbot aufheben, Fette von Wiederkäuern an Wiederkäuer zu verfüttern. Das Fütterungsverbot dient dazu, Infektionen von Wiederkäuern mit der Rinder-Gehirnkrankheit BSE zu verhindern und das Übertragungsrisiko auf den Menschen zu minimieren. Kälber mit den Fetten geschlachteter Rinder zu füttern, anstatt mit Kuhmilch, ist aus ethischer Sicht absolut verwerflich. Mit einer artgerechten Ernährung hat das wenig zu tun.


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