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Tiere mit Handicap


So mancher begegnet ihnen mit Skepsis – doch auch blinde, taube oder gelähmte Tiere meistern ihren Alltag und freuen sich des Lebens.


Flitzer auf drei Pfoten: Ein fehlendes Bein schränkt eine Katze kaum ein.
© VIER PFOTEN | Magdalena Scherk-Trettin

Tiere, die das Leben nur taub oder blind kennen, kommen damit genauso gut zurecht wie ein gesundes Tier. So fällt zum Beispiel ein tauber Welpe im Rudel gar nicht auf, da Hunde ausgezeichnete Beobachter sind und sich problemlos in ihrer Umgebung orientieren können. Sie kompensieren den fehlenden Hörsinn mit ihrem Geruchs-, Seh- und Tastsinn und reagieren sehr sensibel auf Mimik und Gestik – was besonders beim Erziehen hilft.

 

 

Blinder Hund – na und?

 

Schwieriger ist es meist, wenn die Behinderung sich plötzlich einstellt. Hier reagieren Hunde wie Katzen oft ängstlich, wirken zurückgezogen, verunsichert und eventuell auch abweisend oder aggressiv. Doch mit der Zeit lernen sie, damit umzugehen; sie merken sich, wo in der Wohnung was steht, wo Türen und Treppen sind und wo es etwas zum Fressen gibt.

Im Freien muss man als Tierbesitzer stets wachsam bleiben, auf Gehsteigkanten achten und Stacheldrahtzäune, Glasscherben oder große Pfützen vermeiden. Wichtig sind  Vertrauen und gutes Zusammenspiel, damit können Tier und Mensch den Alltag gemeinsam meistern.

 


Flitzer auf drei Beinen

 

Wer je gesehen hat, wie flink eine dreibeinige Katze einen Baum hochläuft, weiß, dass ein fehlendes Bein sie kaum einschränkt. Hunde mit nur drei Beinen sind wegen ihres höheren Eigengewichtes weniger belastbar. Halter helfen ihren Tieren, indem sie die täglichen Wege umsichtig gestalten und den Fähigkeiten des Tieres anpassen.

Einem Hund, der seine Hinterbeine wenig oder gar nicht mehr selbständig bewegen kann, hilft ein individuell maßgefertigter Rollstuhl. Je nach Erkrankung werden die Hinterbeine hochgelegt oder zum Mitlaufen runtergesetzt. Das Tier bleibt mobil und trainiert gleichzeitig seine Vitalität, Verdauung und Muskulatur.
 
Leider stoßen behinderte Tiere und ihre Besitzer nicht immer auf Verständnis – aus Unwissenheit wird oft vorschnell geurteilt, gar von Tierquälerei und Euthanasie gesprochen. Doch wer schon einmal die unbändige Lebensfreude eines im Rolli laufenden Hundes beim Ballspielen gesehen hat, weiß, wie sehr auch Tiere mit Handicap das Leben genießen.



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