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Diabetes bei Heimtieren


In Deutschland leiden rund 40.000 Hunde und Katzen an Diabetes. Da diese Stoffwechselerkrankung unbehandelt schwere gesundheitliche Schäden verursacht, ist es wichtig, dass Tierhalter die Anzeichen frühzeitig erkennen.


Erste Symptome einer Diabeteserkrankung sind Gewichtszunahme, gesteigerter Durst und vermehrter Harnabsatz sowie Heißhunger. Bei Hunden, sehr selten bei Katzen, kann eine plötzliche Trübung der Augen auftreten. Oft fällt dem Tierhalter „Unsauberkeit“ auf – das Tier setzt in diesem Fall Harn im Haus ab, was zum einen an der großen Menge an produziertem Harn, zum anderen an einer der häufigsten Begleiterkrankungen des Diabetes, der Blasenentzündung, liegen kann.


Tierärzte beraten bei Diabetes.
© VIER PFOTEN / Alfred Bankhamer

Ursachen für Diabetes sind in erster Linie Übergewicht und eine ungesunde Ernährung. Vor allem fettreiche Kost und zu viele, zu schnell verfügbare Kohlehydrate wirken sehr schädlich. Kortisongaben über einen längeren Zeitraum oder Depotpräparate von Kortison oder Progestagenen, welche zur Unterdrückung der Läufigkeit/Rolligkeit oder zur Behandlung von Hauterkrankungen eingesetzt werden, können ebenso einen Diabetes auslösen. Sobald die Vergabe dieser Medikamente ausgesetzt wird, ist meist auch die Diabetes-Erkrankung ausgestanden. Bei Hündinnen können auch Sexualhormone verantwortlich sein. Hier hilft die Kastration. Außerdem sind, besonders bei Katzen, Bauchspeicheldrüsenentzündungen oft Auslöser.

 

Regelmäßige Bewegung kann schützen

Die Behandlung eines diabeteskranken Tieres ist meist lebenslänglich und fordert auch eine gewisse Anpassung im Lebensstil der Halter. Im Allgemeinen lässt sich Diabetes durch Insulinspritzen, die richtige Ernährung sowie regelmäßige Bewegung gut kontrollieren. Bei Katzen ist es oft schwieriger diese Anforderungen umzusetzen, da sie Änderungen im Bereich Fütterung nicht sonderlich schätzen. Gerade bei Diabetes ist eine enge Zusammenarbeit mit Ihrem Tierarzt unbedingt notwendig – lassen Sie sich ausführlich beraten!


 

Ratgeber: Diabetes mellitus bei Hunden und Katzen (PDF, 412 KB)


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