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Abschied vom Heimtier


Die meisten Heimtierhalter lieben ihre Tiere und können sich nur schwer ein Leben ohne sie vorstellen. Doch es ist wichtig, sich rechtzeitig mit dem Thema Abschied auseinander zu setzen.


Der Abschied von einem Gefährten fällt schwer.
© VIER PFOTEN

Häufig sterben Tiere nicht unbedingt an Altersschwäche oder durch einen Unfall. Viele unheilbar kranke oder verletzte Tiere müssen eingeschläfert werden. Diese Entscheidung für ein geliebtes Tier zu treffen, fällt schwer; zur Trauer kommt das Gefühl, am Tod des Tieres schuld zu sein.

 

 

Ende ohne Schmerzen

 

Selbstverständlich ist es ein Gebot des Tierschutzes, leidende Tiere von ihren Schmerzen zu befreien. Doch viele Tierhalter sind von der Entscheidung emotional überfordert. Darum ist es ratsam, zusammen mit dem behandelnden Tierarzt zu entscheiden.

 

Viele Tierhalter haben Bedenken, das Tier könne beim Einschläfern leiden und den Tod bewusst erleben. Diese Sorge ist unbegründet: Das Tier schläft sanft ein; in der Regel erhält es eine Narkosespritze, die die Wahrnehmung und das Schmerzempfinden ausschaltet. Anschließend wird dem Tier eine Lösung injiziert, die zum Tod führt. Es kommt vor, dass sich ein Tier während oder nach dem Einschläfern noch bewegt oder Kot absetzt. Das sind lediglich Muskelkontraktionen, die das Tier nicht mehr mitbekommt.

 

 

Tiere bestatten

 

Tierhalter mit eigenem Garten können ihr totes Tier unter bestimmten Voraussetzungen auf ihrem Grundstück beerdigen; dies darf nicht in einem Wasserschutzgebiet liegen. Außerdem muss das Grab mindestens 50 Zentimeter tief sein und ausreichend von öffentlichen Wegen entfernt liegen. Es empfiehlt sich, rechtzeitig beim zuständigen Bezirksamt oder der Gemeinde nachzufragen. Beerdigungen im Wald oder auf öffentlichem Grund sind untersagt.

 

Wer sein Tier auf einem Tierfriedhof bestatten möchte, erhält entsprechende Adressen beim Tierarzt oder über das Internet.

 

Verstirbt das Heimtier in der Tierarztpraxis und äußert der Halter keine besonderen Wünsche, wird das tote Tier zu einer Tierkörperbeseitigungsanstalt gebracht oder in einem speziellen Tierkrematorium zu Asche verbrannt.

 

 

Die Trauer zulassen

 

Der Tod eines Gefährten schmerzt und reißt eine große Lücke ins Leben. Es ist wichtig, die Trauer um das Tier zuzulassen – wie und wie lange, ist dabei sehr individuell.

 

Für Kinder ist es besonders schwer, wenn ihr Heimtier stirbt. Eltern sollten mit Sterben und Tod des Tieres offen umgehen und den Kindern die Wahrheit sagen. Auch sollten sie ihre eigene Traurigkeit nicht zurückhalten, sondern mit den Kindern über diese Gefühle sprechen. Rituale helfen, mit der Trauer umzugehen: Das kann zum Beispiel ein Abschiedsbrief sein oder die eigene Decke, die mit ins Grab gelegt wird.

 

Muss das Tier eingeschläfert werden, können Kinder dabei sein – Eltern sollten aber vorher klären, ob die Kinder das wollen. Wichtig ist, dass das Kind Abschied nehmen kann, bevor das Tier einschläft.


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