VIER PFOTEN App nun für Iphone/Ipad und Android erhältlich


VIER PFOTEN App Download für
AndroidAndroid

IphoneIphone

Tiere im Zoohandel


Wer sich für ein Heimtier entschieden hat, sollte es auf keinen Fall in einer Zoohandlung kaufen. Die Tiere werden als Massenware gezüchtet und leiden oft in schlechter Haltung.


Wer ein Heimtier will, sollte es lieber aus dem Tierheim holen.
© VIER PFOTEN

Sind die nicht niedlich? Bei den kleinen Meerschweinchen-Städten, die einige Zoohandlungen aufbauen, geraten viele Menschen in Verzückung. Die Geschäfte präsentieren auch Hamster, Mäuse, Ratten oder Kaninchen – und lassen so Kinderherzen höher schlagen. Doch hinter der drolligen Kulisse steht eine Industrie, die an erster Stelle Geld verdienen will.


Jeder kann ohne Vorkontrollen oder längere Gespräche Tiere kaufen. Was aus den Tieren wird, ist nicht gefragt. In vielen Zoohandlungen leiden die Tiere darüber hinaus immer noch in Glaskäfigen, ohne jede Rückzugsmöglichkeit oder Beschäftigung. Und während in den Tierheimen tausende heimatlose Tiere auf ein neues Zuhause warten, kommen die Kleintiere im Zoohandel von Züchtern, die wie am Fließband produzieren.

 

Übrigens: Händler sind seit dem 1. August 2014 verpflichtet, beim Erstkauf eines Wirbeltieres dem künftigen Tierhalter eine schriftliche Information über die Bedürfnisse des Tieres (angemessene Ernährung, Pflege, verhaltensgerechte Unterbringung und artgemäße Bewegung) mitzugeben. (§ 21 Abs. 5 Ziffer 2 TschG).


 

Was mit Ladenhütern passiert, ist ungewiss

 

Käufer können die Herkunft der Tiere selten nachvollziehen. Auch der Verbleib von Tieren, die krank sind oder nicht verkauft werden, ist für die Öffentlichkeit unklar.  Offiziell sagt der Zentralverband Zoologischer Fachbetreibe (ZZF): „Unverkäufliche Tiere werden im seriösen Zoofachhandel ebenso sorgsam gepflegt wie Tiere, die nur für kurze Zeit im Zoofachhandel weilen. Kranke Tiere werden grundsätzlich tierärztlich betreut, gemäß den gesetzlichen Bestimmungen sind Zoofachhändler dazu verpflichtet.“


Tierärzte sind jedoch teuer und es ist fraglich, ob etwa ein Meerschweinchen, das für 15 bis 30 Euro im Handel verkauft wird, eine Versorgung erhält, die teurer ist als das Tier selbst. Nicht verkaufte Tiere gehen zurück an den Züchter. Was dann mit ihnen passiert, bleibt im Dunkeln.


 

Kleintierzucht unzureichend geregelt

 

Kleintiere, die für den Zoohandel gezüchtet werden, leiden oft unter schlechten Haltungsbedingungen. Gesetzlich sind sie kaum geschützt, denn es gibt keine ausreichenden rechtlichen Grundlagen für die Zucht von Kleintieren. Es gelten lediglich die §§1, 2 und 11 des Tierschutzgesetzes. Diese regeln allgemein das Halten von Tieren. Doch die geforderten Mindeststandards sind aus Tierschutzsicht viel zu niedrig angesetzt!

 

Darum fordert VIER PFOTEN gesetzliche Bestimmungen zur gewerblichen Zucht von Kleintieren, eine regelmäßige Kontrolle des Tierbestandes von §11 Inhabern sowie eine Kontrolle der Züchter durch den Zoofachhandel.


 

 

Tiere lieber aus dem Tierheim holen

 

Bitte kaufen Sie keine Tiere im Zoohandel, auch wenn sie Ihnen noch so leid tun. Mit dem Kauf unterstützen die Massenproduktion der Ware Tier.


In Tierheimen und auf privaten Pflegestellen warten unzählige kleine und große Vierbeiner, die von ihren Haltern abgegeben oder gar ausgesetzt wurden. Bitte geben Sie solch einem Tier die Chance auf ein gutes Zuhause, und verzichten Sie auf den Kauf eines Tieres aus dem Zoohandel.


 

 

Was Sie tun können

 


 

Weiterführende Links:

 


drucken