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Haltung von Papageien


Grundsätzlich gilt: Die Haltung eines Großpapageien kann diesem wunderschönen Wildtier niemals gerecht werden! Wer sich trotzdem Papageien anschaffen möchte, muss sehr genau überlegen, ob er diesen großen und intelligenten Vögeln ein möglichst tiergemäßes Leben bieten kann.


Papageien sind Wildtiere; die Haltung in Gefangenschaft kann ihren Bedürfnissen nie gerecht werden.
© VIER PFOTEN

Die meisten Großpapageien, die bei uns gehalten werden, sind mittlerweile zwar oft schon Nachzuchten, kommen aber ursprünglich aus tropischen Gebieten, einschließlich Regenwäldern. Je nach Art brauchen Papageien ein bestimmtes Klima, einschließlich bestimmter Luftfeuchtigkeit, um keine Lungen- und Luftsackerkrankungen zu bekommen, z.B. bei Schimmelpilzbefall.

 

 

Papageien fliegen täglich viele Kilometer am Stück

 

In Freiheit fliegen sie viele Kilometer am Tag von einem Futterort zum nächsten. Nur wenn Vögel mehrmals täglich viele Kilometer am Stück fliegen, können sie ihre Lungen und Luftsäcke vollständig durchlüften und die verbrauchte, alte Luft aus den Luftsäcken entfernen. Das gilt besonders für Großpapageien.


Werden Großpapageien in unseren Breitengeraden gehalten, brauchen sie mindestens eine Außenvoliere, in der sie fliegen können. Die Voraussetzungen dafür sind ein großes Grundstück mit einer großen Flugvoliere sowie ein Vogelhaus, in das sich die Vögel zurückziehen können. Abends sollten die Papageien ins Vogelhaus gebracht werden, damit sie vor Witterungsbedingungen und Raubtieren wie z.B.  Mardern geschützt werden.

 

 

Ihrem Partnervogel sind sie ein Leben lang treu

 

Großpapageien sind intelligente und sehr soziale Tiere. Aus diesem Grund sollten sie niemals allein gehalten werden, sondern immer als Paar, um psychischen Erkrankungen wie dem Federrupfen vorzubeugen. Viele Papageien sind ihrem Partnervogel ein Leben lang treu. Verstirbt ein Vogel, kann der übrig gebliebene Papagei nicht erneut verpaart werden. In einem solchen Fall ist es dringend notwendig, dass der Vogel viel Aufmerksamkeit von seinem Halter bekommt.
Viele Besitzer berichten, wie schön es doch sei, dass ihr Papagei sprechen könne und einige Geräusche nachahme. Doch dieses Verhalten ist bereits der Beginn einer psychischen Erkrankung! In der freien Wildbahn sprechen Papageien weder unsere Sprache noch ahmen sie Klingel- oder Telefongeräusche nach.

 

 

Papageien werden oft über 50 Jahre alt

 

Papageien machen enormen Lärm, vor allem bei Sonnenauf- und -untergang. Instinktiv rufen die Vögel am frühen Morgen, damit sich der gesamte Schwarm versammelt, um zur ersten Futterstelle aufbrechen zu können. In den Abendstunden wird der Schwarm aufgerufen, damit alle Vögel den gemeinsamen Schlafplatz aufsuchen. Natürlich schreien Papageien auch tagsüber, wenn z.B. Greifvögel oder Katzen in Sicht sind oder wenn Streitereien aufkommen, z.B. um die besten Futterplätze. Papageienhaltung mit Außenvoliere sollte daher vorab gut mit den Nachbarn besprochen werden, ansonsten könnten Streitereien schon vorprogrammiert sein.


Viele Papageienarten werden über 50 Jahre alt, daher sollte man als Besitzer sein eigenes Alter bedenken. Nur selten haben Familienmitglieder die Möglichkeit, hinterlassene Papageien bei sich aufzunehmen. Für einen Papagei ist es grausam, wenn er ins Tierheim abgegeben wird oder die Besitzer wechseln muss. Auch aus diesem Grund sollte man sehr genau überlegen, ob man Papageien halten möchte.


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