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Wenn die Katze kratzbürstig wird: Tipps für betroffene Katzenhalter



Meistens sind Katzen sanft und verschmust. Trotzdem kommt es gelegentlich zu aggressiven Ausbrüchen wie Beißen, Kratzen und Fauchen gegenüber ihren eigenen Besitzern. Dies sollte nicht ungeachtet bleiben: forschen Sie nach dem Grund des Wutausbruches.

 

Birgitt Thiesmann (52), Heimtierexpertin bei VIER PFOTEN: „Jede Katze wird mit einem gewissen Aggressionspotenzial geboren, welches sie zum (Über-)Leben braucht. Sie ist schließlich ein Jäger und Revierverteidiger. Diese Instinkte können zeitweise in einer Katze erwachen, auch wenn kein Artgenosse, keine Beute oder andere Reize vorhanden sind und sich stattdessen Langeweile breit macht.“

 

Plötzliche Attacken, die zum Teil sehr heftig ausfallen, können außerdem ein Hinweis darauf sein, dass die Katze zu früh von Mutter und Geschwistern getrennt und nicht ausreichend sozialisiert wurde. Auch Missverständnisse in der Kommunikation zwischen Mensch und Tier oder Veränderungen im Umfeld lösen nicht selten aggressives Verhalten aus.

 

Sind Schmerzen und Krankheiten durch einen Tierarzt als Ursache für die Aggressivität ausgeschlossen, bedarf es oft nur ein paar kleinen Änderungen im Umfeld der Katze: abwechslungsreiche Räumlichkeiten mit Kratzbäumen, gemeinsame Spiele und Möglichkeiten zum Toben, Klettern und Verstecken können die aktiven Tiere körperlich und geistig auslasten und von Langeweile befreien. Wenn die Katze viel allein ist, sollte möglichst ein Artgenosse als Spielkamerad und Schmusepartner angeschafft werden.


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