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Verdacht auf Giftköder – was tun?


Giftköder gefährden Hunde.
© VIER PFOTEN

Hunde lieben es, auf langen Spaziergängen die Welt zu erkunden. Doch leider lauern auch Gefahren im Gebüsch, denn immer wieder legen Menschen Giftköder aus – für den Hund kann die Aufnahme im schlimmsten Fall tödlich enden.

 

Typische Giftköderarten:

  • Hackbällchen gespickt mit scharfen Gegenständen wie Rasierklingen, Scherben
  • Fleischbällchen mit Rattengift
  • Schneckenkorn

 

 

Typische Verstecke von Giftködern:

  • dichtes Gebüsch
  • Hundeauslaufgebiete
  • Gehwege mit Rasenflächen am Rand

 

 

Wie kann ich meinen Hund vor Giftködern schützen?

  • Gebiete mit Giftköderwarnung meiden
  • den Hund ablenken, wenn ihm etwas „in die Nase kommt“
  • vorausschauend sein und den Hund gut beschäftigen
  • selbst Futter dabei haben, so dass der Hund nicht auf Futtersuche geht
  • mit dem Hund üben, nicht jedes Futter aufzunehmen
  • wenn notwendig, einen Maulkorb aufsetzen

 

 

Erste Hilfe bei Vergiftungen

 

Symptome, die auf Vergiftungen hinweisen können:

  • Übelkeit, Durchfall, Atemstörungen, helle Schleimhäute im Rachenbereich
  • starkes Speicheln, schwankender Gang, Taumeln, Atemstillstand, Krämpfe
  • schneller Herzschlag, Herzstillstand, Lähmungserscheinungen
  • Erbrechen, Bewusstlosigkeit, übermäßiges Hecheln

 

 

Sofortmaßnahmen:

  • entfernen Sie den Hund vom Giftköder
  • bringen Sie ihn nicht zum Erbrechen, wenn Sie nicht wissen, was er zu sich genommen hat (ätzende Gifte verätzen den Rachen; scharfe Gegenstände verletzen)
  • rufen Sie den Tierarzt an und berichten Sie Ihren Verdacht und schildern Sie Symptome (Arzt kann evtl. schon Gegengift bereit legen)
  • schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen
  • festhalten, was, wie viel und wann gefressen wurde
  • wenn möglich, eine Probe mitnehmen

 

Jeder Hundehalter sollte einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren, um seinem Vierbeiner im Ernstfall helfen zu können.

 

Halten Sie stets die Nummer der mobilen Tierklinik bereit. Ob es in Ihrer Nähe eine gibt, erfahren Sie bei Ihrem Tierarzt.


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