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Mobbing unter Hunden – was tun?


Aus Spiel wird manchmal Ernst: Auch Hunde können mobben. Hier müssen Hundehalter eingreifen.


Alle gegen einen: Auch Hunde leiden unter Mobbing.
© VIER PFOTEN

Ausgelassen spielt eine Gruppe Hunde miteinander, doch plötzlich kippt die Stimmung: Aus dem munteren Toben wird eine Hetzjagd, ein einzelner Hund wird von den anderen gemeinschaftlich attackiert, gejagt, gnadenlos umgerannt, in den Boden gebellt. Das Opfer ist der Mobbingmeute hilflos ausgeliefert.

 

 

Hundehalter müssen eingreifen

 

In einer solchen Situation sollten Hundehalter eingreifen. Denn dass Hunde dies am besten untereinander ausmachen, stimmt nur bedingt und höchstens unter charakterlich und körperlich gleich starken Tieren. Wenn der gemobbte Hund jedoch eher defensiv und den Angriffen nicht gewachsen ist, muss sein Mensch ihn aus der Situation herausholen, ihm Schutz bieten, wenn er Hilfe suchend herbei eilt, und dafür sorgen, dass der Hund wieder zur Ruhe kommt.

Auch die anderen Hundehalter sollten ihre Hunde aus der Gruppe lösen und sie herunterkühlen lassen. Im Gegensatz zu dem unterlegenen Tier lassen sich Mobber mitunter nicht so einfach heran rufen. In diesem Fall ist ein Eingreifen notwendig: Ziehen Sie Ihren Hund ruhig und bestimmt aus der Gruppe heraus. So zeigen Sie ihm als Rudelführer die Grenzen dieses zweifelhaften „Spiels“.

 

 

Mobbing schädigt Sozialverhalten

 

Dulden Hundehalter das Mobbing, kann dies ernsthafte Folgen für das Sozialverhalten der Tiere haben: Der gemobbte Hund verliert möglicherweise das Vertrauen zu seinem Menschen und sieht in Hunden, die in Größe und Aussehen den Angreifern ähneln, eventuell künftig eine Gefahr. Der mobbende Hund hingegen lernt, dass er andere Tiere tyrannisieren darf, und wird es wieder tun.


Ursachen für das Mobbing sind vielfältig: Manche Hunde kompensieren so ihre eigene Schwäche, haben gelernt, dass Mobben Spaß macht, da sie nie von ihren Haltern davon abgehalten wurden, und solche Stimmungen können sich schnell in einer Gruppe übertragen.

 

 

Spiel soll allen Hunden Spaß machen

 

Um Mobbing-Situationen zu vermeiden, sollten Sie Ihren Hund genau beobachten und eingreifen, sobald sich eine ungünstige Gruppendynamik anbahnt. Beim Spiel sieht man es den Hunden an, dass alle Spaß haben: Sie tauschen immer wieder die Rollen, aus dem Gejagten wird der Jäger und umgekehrt. Gut ist es, Hunde miteinander spielen zu lassen, die sich ebenbürtig sind, einander mögen und Rasse-spezifisch zusammen passen.


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