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Hundehaltung


Wer einen Hund anschafft, übernimmt Verantwortung für viele Jahre. Informieren Sie sich darum vorher sehr genau über die Ansprüche und Bedürfnisse des Tieres.


Welcher Hund passt zu mir?
© VIER PFOTEN

 

Sie sollten sich vor der Anschaffung sicher sein, ob Sie eine Hündin oder einen Rüden möchten. Eine Hündin ist anschmiegsamer und meist leicht lenkbar. Sie wird allerdings zweimal im Jahr läufig. Ein Rüde ist selbstbewusster und manchmal auch ungehorsamer. Wenn läufige Hündinnen in der Nähe sind, neigt er zum Streunen. Überlegen Sie sich gut, welches Naturell besser zu Ihnen passt.

 

 

Kastration

 

Aufgrund der sehr hohen Anzahl von Hunden in Deutschland raten wir aus Tierschutzgründen zu einer Kastration bzw. Sterilisation des Hundes. Die Kastration ist die operative Entfernung der Hoden beim Rüden bzw. der Eierstöcke bei der Hündin. Die Sterilisation ist der operative Eingriff beim Rüden durch Abbinden der Samenstränge, bei der Hündin durch Abbinden der Eileiter. Die Hündin zeigt weiterhin Läufigkeitserscheinungen, sie kann jedoch keine Welpen mehr bekommen. Die Kastration wird deshalb der Sterilisation vorgezogen. Bei Rüden unterbleiben nach einer Kastration oft unerwünschte Verhaltensweisen wie z.B. Aggressionen.

 

 

Rasse

 

Hunde unterschiedlicher Rassen und deren Mischlinge haben unterschiedliche Eigenschaften und Eigenheiten, je nachdem, für welche Aufgaben sie ursprünglich gezüchtet wurden. Wenn Sie unbedingt einen Rassehund haben wollen, achten Sie bei der Auswahl der Rasse (und auch der Mischlinge) darauf, welcher Hund zu Ihnen passt. Lassen Sie sich z.B. nicht davon leiten, ob ein Hund besonders "niedlich" ist - auch niedliche Hunde können besonders viel Auslauf benötigen oder schwer erziehbar sein!

 

 

Größe

 

Die Größe des Hundes ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt, der vor der Anschaffung bedacht sein will. Sie richtet sich nach der zur Verfügung stehenden Zeit, den vorhandenen Wohnverhältnissen und der finanziellen Lage (Futterkosten). Auch die eigene körperliche Verfassung muss berücksichtigt werden. Bei größeren Hunden sollte ein Bewegungsraum wie Hof oder Garten zusätzlich zur Verfügung stehen.

 

Es ist jedoch völlig gleich, ob man in einer Wohnung oder einem größeren Anwesen lebt: Der tägliche Spaziergang (Länge je nach Größe und Rasse) muss in jedem Fall gewährleistet sein! Für längere Spaziergänge ist eine größere Grünfläche unbedingt erforderlich, ein kleiner Park in der Innenstadt reicht nicht aus.

 

Der Hund ist ein Rudeltier - auch wenn er als Welpe schrittweise an das Alleinsein gewöhnt wurde. Lassen Sie ihn nach Möglichkeit nie länger als fünf Stunden allein und berücksichtigen Sie bitte das Bedürfnis und den Bewegungsdrang des Hundes.


 

Pflege

 

Hunde müssen regelmäßig gebürstet werden. Durch das Bürsten wird das Fell gereinigt und belüftet. Es wird dicht und glänzend und das Risiko von Hauterkrankungen und Ekzemen wird verringert. Besonders zu Zeiten des Fellwechsels ist das regelmäßige Bürsten sehr wichtig (bei langhaarigen Hunden alle zwei Tage), damit das alte Fell entfernt wird und das neue nachwachsen kann.

 

Häufiges Baden sollte dagegen vermieden werden. Vor allem durch den Gebrauch von Seife wird das natürliche Haarfett entfernt. Staub und Schmutz setzen sich dadurch viel schneller im Fell fest.

 

Ein Fußbad bei Salzstreuung im Winter ist dagegen unerlässlich: Spülen Sie die Pfoten nach jedem Spaziergang gründlich mit lauwarmem Wasser ab.


 

Ernährung

 

Damit Ihr Tier gesund bleibt, achten Sie bitte auf eine ausgewogene Ernährung mit spezieller Hundenahrung. Was Sie füttern sollten, hängt von Alter, Größe und Gesundheitszustand des Hundes ab. Informieren Sie sich bitte gründlich durch entsprechende Fachliteratur und lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt beraten.

 

Wichtig ist, dass dem Hund ständig frisches Wasser zur Verfügung steht und er mit allen wichtigen Nahrungsbausteinen versorgt wird.


 

Hunde in der Stadt

 

Unabhängig von bestehenden Kotbeseitigungsgesetzen sollte es für jeden Hundhalter selbstverständlich sein, die Hinterlassenschaft seines Hundes zu entfernen!

 

Um entsprechende Konflikte zwischen Hundebesitzern und Nicht-Hundebesitzern zu vermeiden, ist es besonders wichtig, Rücksicht aufeinander zu nehmen und gewisse "Benimmregeln" einzuhalten.


 

Haftpflicht

 

Das Unfallrisiko ist mit einem Hund größer als bei anderen Tieren. Grundsätzlich haftet der Halter für Schäden, die ein Hund anrichtet, und zwar unabhängig davon, ob er Einfluss auf die Schadensursache hatte oder nicht. Deshalb sollten Tierhalter, insbesondere Hundehalter, eine Haftpflichtversicherung abschließen.


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