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114 illegal gehandelte Welpen bei Verkehrskontrollen entdeckt

2014-03-05

Gleich zwei illegale Welpentransporte wurden in den letzten Tagen von der Verkehrspolizei bei Routinekontrollen auf der A6 entdeckt. Beim ersten Fall stießen die Beamten im Kofferraum eines Kleintransporters auf 37 Hundewelpen und zehn Katzenbabys verschiedenster Rassen. Am Montag fanden sie sogar 77 Hundewelpen vor.


Die Welpen waren in winzigen Käfigen im Kofferraum des Transporters eingesperrt.
© Tierheim Nürnberg

Beide Male sollten die erst vier Wochen alten Tiere von der Slowakei aus nach Spanien transportiert und dort verkauft werden. Es wird vermutet, dass es sich unter Umständen um den selben Händler handelt – der nach der Beschlagnahmung der Welpen einfach umgekehrt ist, um den Ausfall so schnell wie möglich wieder wettzumachen. Noch gibt es dafür aber keine Bestätigung. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts von Urkundenfälschung und Verstößen gegen das Tierschutzgesetz.

 

 

Strafen schrecken die illegalen Händler nicht ab

 

Die aktuellen Fälle machen deutlich, dass die skrupellosen Händler von Anzeigen und Strafen nicht abgeschreckt werden. Der Profit bei einem Transport von 77 Welpen geht in die zehntausende von Euro. Zu früh von ihren Müttern getrennt und meistens nicht geimpft, sterben viele der Tiere bereits nach kurzer Zeit. Dieser Ausfall ist einkalkuliert und wird durch die immensen Gewinnspannen wieder ausgeglichen. Über Internet- oder Zeitungsinserate können Interessenten jede Hunderasse inklusive der meist gefälschten Impfpässe zum vermeintlichen Schnäppchenpreis erwerben. Geschönte Angaben und Fotos täuschen darüber hinweg, dass es sich bei den Welpen in der Regel um kranke und traumatisierte Tiere handelt.

 

 

Ein grausames Geschäft

 

Die Mütter solcher Welpen sind nichts anderes als reine Gebärmaschinen. Oftmals selbst krank und völlig ausgelaugt, können sie ihren Jungen weder Gesundheit noch Geborgenheit schenken. Körperliche und seelische Folgen sind damit vorprogrammiert. Kein Wunder also, dass die Kosten für den Tierarzt schnell den Kaufpreis für einen „Billig-Welpen“ übersteigen. Die Rechnung des Käufers Geld zu sparen, geht also nicht auf.

 

Die aktuellen Vorfälle bei Nürnberg zeigen einmal mehr, wie groß der Handlungsbedarf für eine Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht ist. Eine EU-weite Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für alle Hunde würde die Welpen, aber auch die Käufer schützen.

 

 

VIER PFOTEN fordert Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht


Mit einer internationalen Kampagne gegen den illegalen Welpenhandel verfolgt VIER PFOTEN das Ziel, durch Aufklärung der Bevölkerung sowie durch politische Forderungen die kriminelle Vorgehensweise der Hundehändler zu unterbinden. Wir fordern eine EU-weite Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für alle Hunde. Auch die Bundestierärztekammer, Prominente, Tierärzte und Betroffene unterstützen unsere Kampagne. 


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