VIER PFOTEN App nun für Iphone/Ipad und Android erhältlich


VIER PFOTEN App Download für
AndroidAndroid

IphoneIphone

Welthunger

2016-11-29

© Great Divide Photo - Fotolia

Je mehr Fleisch wir essen, desto weniger Menschen können wir ernähren

Weltweit leiden über 802 Millionen Menschen unter den Folgen des Hungers. Und das, obwohl es genügend Nahrung für jeden Menschen auf dieser Erde gäbe. Wenn also theoretisch ausreichend Lebensmittel für jeden Menschen vorhanden sind, warum leiden dann immer noch so viele Menschen auf der ganzen Welt an Hungersnot?

 

Einer der zentralen Gründe dafür liegt in der Herstellung von tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Milchprodukte und Eier. Obwohl es genügend pflanzliche Nahrungsmittel gäbe, um alle Menschen dieser Erde zu ernähren, werden die meisten der angebauten pflanzliche Nahrungsmittel nicht als Nahrungsquelle für hungernde Menschen, sondern als Futter für Tiere verwendet. Und das sogar in Drittweltländern.



© William Fawcett fotoVoyager.com

Weltweit wird ein Drittel (36%) der agrarischen Nutzflächen für die Produktion von Tierfutter verwendet

Um Fleisch und andere tierische Erzeugnisse wie Milch, Käse und Eier herzustellen, benötigen die Nutztiere Futter wie Weizen, Mais und Gerste. Die Futterproduktion ist aber nicht der einzige problematische Aspekt in Bezug auf die Nutztierhaltung. Ihre Haltung benötigt enorme zusätzliche Land-, Wasser- und Energieressourcen. Schliesslich ist noch mehr Energie erforderlich, um die Tiere am Ende ihrer Lebenszeit zum Schlachthof zu transportieren und ihre Körper zu verarbeiten. Wer also ein Rinds-Steak verspeist, verbraucht schätzungsweise 160 Mal mehr Land-, Wasser- und Brennstoffressourcen, als beim Verzehr einer vegetarischen Speise.


Getreide- und Futtermittelherstellung

Für jedes Kilogramm an Futtermittel, das an Tiere verfüttert wird, steht nur ein Bruchteil der Kalorien in Form von Fleisch für den menschlichen Verzehr zur Verfügung. Das bedeutet, dass Nutztiere  zwischen 5 und 10 Kilo Getreide fressen, um im Endeffekt nur 500 Gramm Fleisch zu produzieren. Von dieser Menge Getreide  könnten 20 mal so viele Menschen ernährt  werden. Das anhaltende Wachstum der Fleischproduktion verschlingt tausende Tonnen von Getreide, das den Armen dieser Welt damit nicht mehr zur Verfügung steht.



© Alexander Raths - Fotolia

Fütterung von Nutztieren mit Kraftfuttermischung ist nicht die Lösung

Die Zeit ist reif, zu hinterfragen, in welche Richtung sich die konventionelle Nutztierhaltung entwickeln soll. Es muss dringend in Lösungen investiert werden, die unsere Gesellschaft ernähren und die wirtschaftlich lebensfähig, umweltfreundlich und respektvoll im Sinne des Tierwohl sind.


Dabei kann jeder seinen Teil zur Verbesserung der Gesamtsituation beitragen. Was esse ich heute? Diese Entscheide sollten wieder vermehrt ganz bewusst gefällt werden. Durch die Wahl von pflanzlichen Alternativen wird der Fleischkonsum in kleinen Schritten reduziert. So kann jeder einzelne seinen biologischen Fussßabdruck verringern und auf eine positive und ethische Weise dazu beitragen, dem Planeten, den Menschen und den Tieren zu helfen.



Quellen:

www.fao.org

http://gentleworld.org/could-veganism-end-world-hunger/

http://www.onegreenplanet.org/environment/world-hunger-population-growth-ditching-meat/

https://www.ciwf.org.uk/media/3758836/Food-security-and-farm-animal-welfare-report.pdf


drucken