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In-vitro-Fleisch


Wissenschaftler entwickeln künstlich erzeugte, tierfreundliche Fleischalternative

 

Es klingt wie eine Science-Fiction Geschichte, könnte bald aber schon auf unseren Tellern landen. Die Rede ist von so genanntem In-vitro-Fleisch. Fleisch also, das im Bioreagenzglas „hergestellt“ wurde. Wissenschaftler arbeiten an Methoden zur Herstellung von Fleischalternativen, die nicht die Schlachtung von Tieren voraussetzen, sondern im Labor künstlich herangezüchtet werden. Der erste im Labor hergestellte Burger wurde 2013 vorgestellt, gekocht und probiert.


Da gerade das Leid von Nutztieren in der Landwirtschaft ein mittlerweile allgegenwärtiges Thema ist, haben wir uns etwas näher mit dem Thema In-vitro-Fleisch oder künstlich gezüchtetes Fleisch als Alternative zu konventionellem Fleisch auseinandergesetzt. Tierschutz- und Tierrechtsaktivisten werfen die Frage auf, ob es all den negativen Einfluss der Nutztierproduktion zu einem Ende bringen könnte. Selbst auf politischer Ebene wird das Thema immer prominenter. Wir von VIER PFOTEN beobachten den Fortschritt der In-vitro-Fleisch Produktion genau und wissen dank der Vielzahl an Publikationen bisher Folgendes:



© VIER PFOTEN

Herstellung von In-vitro-Fleisch

In-vitro-Fleisch findet seinen Ursprung in den Muskelstammzellen, die den Tieren (z.B. Rind oder Schwein) entnommen werden, anstatt sie  zu schlachten. Der Prozess ist komplex, aber einfach zu verstehen: Muskelzellen können sich vielfach vermehren. Nach Entnahme, werden diese  Zellen im Labor mit Hilfe eines Nährmediums in einer Petrischale kultiviert – d.h. sie vermehren sich und wachsen. Wenn sich die Zellen beginnen zu teilen, verbinden sie sich in einem natürlichen Prozess miteinander und bilden kleine Muskelstränge. Diese Muskelstränge werden schließlich verwenden, um die fleischähnliche Konsistenz von Hamburgern, Würsten oder Nuggets zu erlangen.

 

Konventionelle Tierprodukte verbrauchen innerhalb eines Jahres 56 Milliarden Tierleben, 70% der weltweiten Wassernutzung, 40% der Landnutzung und 15% der weltweiten Treibhausgasemission. In-vitro-Fleisch könnte künftig dazu beitragen, diese limitierten Ressourcen zu sichern und Milliarden von Tieren vor unwürdigen Haltungsbedingungen und möglicher Schlachtung zu bewahren. VIER PFOTEN ist von diesem Ansatz überzeugt.


Heute ist die Herstellung von gezüchtetem Fleisch in großen Mengen zwar noch sehr teuer, die Kosten beginnen aber stetig zu sinken.  Es ist wahrscheinlich, dass In-vitro-Fleisch in vorhersehbarer Zukunft  für eine breite Kundenmasse angeboten werden kann. Im Moment können wir jedoch noch nicht genau vorhersagen, welche direkten Konsequenzen sich für Nutztiere und ihr Wohlergehen ergeben werden. Doch dank der Verbesserungen der letzten Jahre kann man optimistisch der Zukunft des In-vitro- Prozesses und dem positiven Einfluss dieser Fleischalternative entgegenblicken. Wir nehmen an, dass die weitere Forschung an dieser innovativen Methode und das wachsende Interesse dafür umfangreiche Veränderung in der landwirtschaftlichen Tierhaltung mit sich bringen wird.


VIER PFOTEN bestärkt alle, die ein tierfreundliches Leben führen möchten, in diesem Vorhaben den Konsum von tierischen Produkten zu verringern und mehr pflanzliche Alternativen in ihre Ernährungsweise aufnehmen.

 

Für mehr Information zu in-vitro Fleisch: http://invitrofleisch.info/


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