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In-vitro-Fleisch

2016-11-29

Das Fleisch aus dem Labor

Es klingt wie eine Science-Fiction Geschichte, könnte bald aber schon auf unseren Tellern landen. Die Rede ist von so genanntem In-vitro-Fleisch. Fleisch also, das im Bioreagenzglas „hergestellt“ wurde. Als Grundlage werden Stammzellen – meist von Rindern – entnommen, die im Labor mittels eines Serums, das aus Kälber-Föten gewonnen wird, herangezogen werden. Klingt alles andere als schmackhaft. In der Tat könnte In-vitro-Fleisch aber dazu beitragen, eine künstliche Alternative zu konventionell hergestelltem Fleisch zu bieten. 

 

Da gerade das Leid von Nutztieren in der Landwirtschaft ein mittlerweile allgegenwärtiges Thema ist, haben wir uns etwas näher mit dem Thema In-Vitro-Fleisch als Alternative zu konventionellem Fleisch auseinandergesetzt:



© VIER PFOTEN

Herstellung von In-vitro-Fleisch

Zuerst müssen wir eingestehen: Generelle und detaillierte Informationen zur Produktion von In-vitro-Fleisch zu bekommen, ist sehr schwer, da die Produktionsmethoden nicht wirklich transparent sind. Wir können aber aus bisherigen Veröffentlichungen von Key-Playern auf diesem Sektor, davon ausgehen, dass In-vitro-Fleisch seinen Ursprung in den Stammzellen von Rindern findet, die den Tieren entnommen werden. Mittels eines Serums, das Kälber-Föten, also den ungeborenen Kälbern entnommen wird, werden die Stammzellen genährt. Leider ist die Gewinnung dieses Serums äusserst umstritten und wirft aus Tierschutzsicht massive ethische Fragen auf. Bemühungen, das Kälberserum mit einer pflanzlichen Alternative zu ersetzen, befürwortet VIER PFOTEN sehr. 

 

Ob In-vitro-Fleisch jemals marktfähig wird, ist schwer vorherzusagen. Auch, ob und was sich für Nutztiere in der konventionellen Landwirtschaft ändern könnte. Wir können uns zurzeit auch noch schwer vorstellen, wie In-vitro-Fleisch jemals für die breite Masse erschwinglich sein könnte und welche Massnahmen gesetzt werden müssten, um es vollkommen tierleidfrei zu produzieren. Sollte dies jemals der Fall sein, gehen wir davon aus, dass In-vitro zu einer massiven Änderung unserer bis dato bekannten Nutztierhaltung führen könnte. 

 

Im Moment beobachten wir die Entwicklung der Forschung im Sektor In-vitro-Fleisch sehr genau, ähnlich wie das Essverhalten unserer Gesellschaft. Denn ganz unabhängig davon, ob es jemals tierleidfreies Fleisch geben wird, die beste Lösung aus Tierschutzsicht ist noch immer, komplett auf Produkte tierischen Ursprungs zu verzichten!

 


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