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Fleischkonsum und Umwelt

2016-11-29

© elnariz - Fotolia

Umweltbelastung durch Fleischkonsum

Ein Glas Milch zum Frühstück, Spaghetti Bolognese zum Mittagessen, ein gekochtes Ei und eine Salami-Schnitte zum Abendessen – für viele Leute ein ganz normaler Speiseplan, der den weltweiten Konsum an tierischen Produkten aber stetig steigen lässt.  Besonders in Schwellen- und Entwicklungsländern wächst die Nachfrage nach Fleisch und anderen Produkten aus tierischer Erzeugung massiv. Prognosen zufolge wird sich die Nachfrage nach Fleisch bis zum Jahre 2050 verdoppeln (1). 

 

Dass nicht nur Tiere darunter leider, sondern der wachsende Konsum erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt und das Klima hat, ist vielen dabei nicht bekannt.


Tierische Produkte sind Klimakiller

Grund für den Klimawandel sind die durch den Menschen in erhöhten Mengen verursachten Treibhausgase wie Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O), die den natürlichen Treibhauseffekt verstärken.

 

Diese Treibhausgase werden aber nicht allein durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe (z.B. Kohle, Erdgas, Erdöl) oder durch den Transportverkehr (Automobile, Schiffe, Flugzeuge) verursacht. Die Viehhaltung und Produktion von tierischen Produkten tragen gravierend dazu bei.

 

Weltweit stammen 14,5 % der gesamten von Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen aus der Tierproduktion, wovon die Rindfleisch- und Milchviehproduktion, unter anderem wegen des hohen Bedarfs an Futtermittel und dem Ausstoß an Methan, der größte Klimasünder des Sektors ist (2). 

 

Im Vergleich zu Obst und Gemüse wird für die Produktion von Fleisch, Milch, Käse und Butter viel mehr Energie benötigt, wodurch wiederum mehr CO2 freigesetzt wird. Die vermehrte Produktion an Lachgas und Kohlendioxid wird vorwiegend durch die Düngung von Agrarflächen oder die Herstellung von mineralischen Dünge- und Pflanzenschutzmittel verursacht.



© eppicphotography

Weitere Auswirkungen

  • Wald- und Regenwaldrodungen:  zur Gewinnung von Weideflächen oder für den Anbau von Tierfuttermittel (wie Soja)
  • Wassermangel und Verschmutzung: für die Produktionsschritte von Fleisch oder anderen tierischen Produkten wird sehr viel Wasser benötigt (z.B.: für 1 kg Rindfleisch werden 15.000 Liter Wasser verbraucht); Überdüngung der Agrarflächen, Einsatz von Pestiziden und Medikamenten führen zur Verschmutzung der Wasserressourcen
  • Verlust der biologischen Vielfalt: bedingt durch Rodung der Tropenwälder und Veränderung von Grünlandflächen zur Schaffung von Agrarflächen 

Was Sie dagegen tun können? Lesen Sie unseren Text „Ernährung und Tierschutz – wie passt das zusammen?“

 


(1) http://www.fao.org/ag/againfo/themes/en/meat/home.html,

(2) http://www.fao.org/3/i3437e.pdf,

 


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