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Zeuge von Tierleid


So können Sie helfen

Bitte schauen Sie nicht weg, wenn ein Tier Hilfe braucht. Sie haben viele Möglichkeiten, etwas zu tun – auch in privater Initiative.

 

Fakten prüfen

 

Vergewissern Sie sich zu aller erst, ob ein Tier wirklich hilfsbedürftig ist. Recherchieren Sie vor allem dann gründlich, wenn Sie die Informationen von Dritten erhalten haben. Leider führt manchmal auch ein Streit unter Nachbarn dazu, dass jemand Falschaussagen über eine Tierhaltung abgibt, nur um dem Halter zu schaden.

 

Prüfen Sie, ob es für die Haltung der Tierart spezielle Anforderung gibt, und ob der Halter sich daran hält. Informationen hierzu finden Sie in den Grundlagen des Tierschutzes.


Es gibt viele Möglichkeiten, Tieren in Not zu helfen.
© VIER PFOTEN / Mihai Vasile

 

Beweise sichern

 

Sichern Sie nach Möglichkeit Beweise (Fotos, Videos etc.), die die Tierhaltung / den Tiermissbrauch dokumentieren. Vorhandene Zeugen und die eigene Bereitschaft, als Zeuge aufzutreten, können eine wichtige Ergänzung sein. Besteht der Wunsch, dass die Aussage vertraulich behandelt wird, sollte der zuständige Sachbearbeiter darauf hingewiesen werden, dass die Anonymität zu wahren ist.

 

 

Veterinäramt kontaktieren

 

Übergeben Sie die von Ihnen gesammelten Beweise zusammen mit einer sachlichen und möglichst präzisen Beschreibung der von Ihnen dokumentierten Situation an das zuständige Veterinäramt (Kontaktadressen finden Sie im Internet).

 

Die Amtstierärzte der Veterinär- und Lebensmittelaufsicht der jeweiligen Kreise sind u.a. zuständig für:

  • Überprüfung von Tierhaltungen (routinemäßig und aufgrund von Hinweisen)
  • Ahndung von Tierschutzverstößen. Sie leiten hierzu Ordnungswidrigkeitsverfahren ein und erstatten gegebenenfalls Strafanzeige.

 

Hinweis: Die Veterinärämter sind nicht dazu verpflichtet, Ihnen Auskünfte zum jeweiligen Verfahren zu geben. Scheuen Sie dennoch nicht die Frage nach dem Fortlauf der Untersuchung, so signalisieren Sie auch die Dringlichkeit des Falls.

 

 

Helfer vor Ort ansprechen

 

Versuchen Sie, lokale Tierschützer (Tierschutzgruppen, Tierheim etc.) mit ins Boot zu holen, evtl. sind sie bereits über den „Fall“ informiert und man kann gemeinsam mehr erreichen.

 

 

Anzeige erstatten

 

Ihnen bleibt auch immer die Möglichkeit Anzeige gegen den Halter bei der zuständigen Polizeibehörde oder direkt bei der Staatsanwaltschaft zu erstatten. Jeder, der eine Tat anzeigt, sollte sich ein Aktenzeichen geben lassen und nachfragen, was aus der Anzeige geworden ist.

 

Befindet sich ein Tier in akuter Lebensgefahr, verständigen Sie bitte sofort die Polizei. Eine schnelle Reaktion Ihrerseits könnte einem Tier das Leben retten.

 

Grundsätzlich gilt: Mangelhafte Haltungsbedingungen von Heimtieren und Nutztieren basieren häufig auf Unkenntnis oder fehlendem Interesse für die Bedürfnisse der Tiere. Deshalb hilft es manchmal schon, dem Halter freundlich klarzumachen, dass sein Tier leidet und wie dem abgeholfen werden kann.



Grundlagen des Tierschutzes

  • Zur Konkretisierung des Tierschutzgesetzes gibt es einige Verordnungen, die speziell auf die Haltung von einzelnen Tierarten eingehen:
  • Das BMEL hat darüber hinaus Gutachten und Leilinien über die Mindestanforderung an die Haltung von Tieren herausgegeben, die allerdings nicht rechtsverbindlich sind.
  • Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) hat mehrere Merkblätter zusammen getragen, in denen die Mindestanforderungen der Haltung und Pflege verschiedener Tierarten definiert sind. Diese Richtlinien sind zwar nicht bindend, dennoch benutzen die Veterinärämter diese Vorgaben häufig bei der Prüfung einer Tierhaltung.


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