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Geschenke ohne Tierleid


Beim Kauf von Geschenken denken wir häufig nicht daran, dass viele angebotene Waren mit Tierleid verbunden sind.

 

Vor allem sind Tiere selbst keine Geschenke.


Für Pelzmode müssen Nerze und andere Wildtiere leiden.
© VIER PFOTEN / Fred Dott

Wir können an dieser Stelle leider nicht alle Produkte aufzählen, die gern verschenkt werden, wollen Ihnen aber einen kleinen Überblick geben, bei welchen Produkten Sie besondere Vorsicht walten lassen und sich über Herkunft oder Produktionsweise informieren sollten.

 

 

Kosmetik und Hygieneartikel

 

Duschgels oder Körperlotionen sind beliebte kleine Geschenke. Leider wird ein Großteil der für die Produktion der Kosmetika verwendeten Inhaltsstoffe nach wie vor durch grausame Tierversuche getestet. Es gibt aber eine Vielzahl von Firmen, die heute tierversuchsfreie Kosmetik und Hygieneartikel herstellen bzw. vertreiben. Wir haben für Sie eine Checkliste für den Einkauf von tierversuchsfreier Kosmetik erstellt. Auf unserer nach Produktgruppen sortierten Adressenliste finden Sie eine beispielhaft zusammengestellte Auflistung der Firmen, die die strengen Richtlinien zur Herstellung tierversuchsfreier Kosmetikartikel des Internationalen Herstellerverbandes gegen Tierversuche in der Kosmetik e.V. (IHTK) sowie der des humanen Kosmetikstandards (HCS) akzeptieren und Lizenznehmer sind. Alle Firmen bieten den Versandservice an.

 

 

Daunen

 

Daunen finden sich nicht nur in Bettdecken und Kopfkissen, sie sind z.B. auch Füllmaterial von Schlafsäcken oder Winterjacken.

 

Auf riesigen Gänsefarmen (z.B. in Ungarn) werden Gänse von Februar bis Oktober oder November zur Mast und zur Daunengewinnung gehalten. Die Tiere werden im Sommer im Abstand von sechs bis sieben Wochen meist drei Mal lebend gerupft. Die „Rupfer“ arbeiten im Akkord, d.h., sie werden pro gerupfter Gans bezahlt. Für eine feinfühlige Arbeit fehlt es da natürlich an Zeit. Außer den Schwanz- und Flügelfedern wird alles ausgerupft.

 

Die Gänse werden gepackt und auf den Rücken gelegt. Die Flügel werden zwischen den Beinen des „Rupfers“ eingeklemmt. Der Kopf wird im Würgegriff zur Seite gedreht. Das Tier wird in kürzester Zeit gerupft, Daunen und Federn werden zusammen herausgerissen. Die Federn sind mit ihren Kielen sehr stark in der Haut verankert. Das Rupfen ist für die Gänse außerordentlich schmerzhaft. In panischer Angst versuchen sich die Tiere zu wehren. Dabei kommt es häufig zu Bein- oder Flügelbrüchen und Zerrungen. Nach dem Rupfen befinden sich die Gänse im Schockzustand. Oft drängen sie sich in eine Ecke und rühren sich für viele Stunden nicht mehr. Mitunter haben sie zwei Tage lang Fieber und fressen nicht.

 

Aufgrund von Verbrauchernachfragen haben sich viele Kaufhäuser und Geschäfte darauf eingestellt und verkaufen nur noch Produkte mit Daunen von Schlachtgänsen. Schlachtgänse werden nach der Tötung gerupft, maschinell oder mit der Hand. Doch Vorsicht! Auch Gänse, die ihr Leben lang gerupft wurden, beraubt man nach der Schlachtung ein letztes Mal ihres Federkleides. Diese Federn und Daunen werden gerne als Daunen von Schlachtgänsen gekennzeichnet.

 

Für Daunenprodukte gibt es keine Kennzeichnungspflicht. Beim Einkauf weiß der Konsument also nicht, von welchen Gänsen die Daunen stammen und auf welche Art sie gewonnen wurden. Deshalb empfehlen wir, ganz auf Produkte mit Daunen zu verzichten. Lassen Sie sich beraten. Für die Bettdecken, Kopfkissen, Schlafsäcke und Winterjacken gibt es alternatives Füllmaterial, das qualitativ in Bezug auf isolierende Wirkung, Gewicht, Feuchtigkeitsaufnahme, schnelle Trocknung und Hautverträglichkeit sogar hochwertiger ist.

 

 

Pelze und Pelzbesätze

 

Pelzjacken, -mäntel, -capes und -mützen sind aus Tierschutzsicht untragbar. Leider hat sich in den letzten Jahren die Mode verbreitet, speziell Mäntel und Jacken mit Pelzbesetzen zu versehen. Alternative Kunstpelze sind inzwischen qualitativ so gut, dass sie z.T. von echten Pelzen für den Konsumenten nicht zu unterscheiden sind. Wenn Sie also ein Kleidungsstück mit „Pelz“besatz als Geschenk kaufen möchten, fragen Sie bitte nach und vergewissern sich, dass es sich um Kunstpelz handelt.

 

 

Lederartikel

 

Gürtel, Handschuhe und Handtaschen aus „schönem“ Leder sind ebenfalls beliebte Geschenke. Diese Artikel bestehen meist aus „hochwertigem“ Leder, das eigens dafür „hergestellt“ wird und kein Abfallprodukt der Fleischproduktion ist. Das heißt, die Tiere werden speziell für diese Waren getötet. Verzichten Sie daher bitte auf Produkte aus Häuten von Hirschen, Alligatoren, Krokodilen, Eidechsen, Haien, Schlangen und anderen exotischen Tieren. Die Lederverarbeitung ist an sich sehr umweltbelastend. In Gerbereien werden aggressive Chemikalien wie blausäurehaltige Stoffe, Blei, Zink, Chrom, Formaldehyd und giftige Farbstoffe eingesetzt. Aus diesem Grund sollte man sich überlegen, ob unbedingt eine Lederjacke oder Lederhose gekauft und verschenkt werden sollte.

 

 

Seide

 

Kleidungsstücke oder Kissenbezüge aus Seide oder Seidenmalutensilien sind ebenfalls als Geschenk sehr beliebt. Seide wird von Seidenraupen gesponnen. Um die Seide zu gewinnen, werden die Raupen mitsamt ihres Kokons lebendig gekocht und geröstet, damit der Faden keinen Schaden nimmt. Wir empfehlen alternative Stoffe wie Baumwolle, Viskose oder künstliche Seide.


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