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Buchtipp

2016-07-27

Kurt Remele: Die Würde des Tieres ist unantastbar. Eine neue christliche Tierethik

In seinem Buch „Die Würde des Tieres ist unantastbar“ entwickelt der Theologe und Universitäts-Professor für Ethik und christliche Gesellschaftslehre Kurt Remele eine aktuelle christliche Tierethik.

 

Remele bedient sich dabei verschiedener tierethischer Positionen und unterlegt diese mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, wie etwa aus der Verhaltensbiologie. Er plädiert für eine zeitgemäße christliche Ethik, welche die Verbundenheit aller Geschöpfe betont und die christlich-anthropozentrische Weltsicht überwindet.

 

Er kritisiert Stellen im Weltkatechismus (z.B. Paragraf 2417) [1], wo es seiner Meinung nach um „ein uneingeschränktes Sich-der-Tiere-Bedienen“ gehe, ohne den Eigenwert der Tiere zu beachten.

 

Wir Menschen müssen unsere Einstellung gegenüber Tieren grundlegend überdenken. Praktiken wie Intensivtierhaltung, Tierversuche oder Zirkushaltung von Wildtieren beruhen auf der falschen Annahme, dass wir Menschen über Tiere frei verfügen dürfen. Eine moderne christliche Tierethik dagegen rückt den Eigenwert der Tiere in den Fokus und hiterfragt die Nutzung von Tieren sowie die Art und Weise der Nutzung grundlegend.

 

Praktische Konsequenzen für das menschliche Handeln sind laut Remele, etwa kein Essen von Tieren und vorzugsweise auch Tierprodukten, keine Stierkämpfe und keine Wildtiere in Zirkussen.

 

[1]

2417 Gott hat die Tiere unter die Herrschaft des Menschen gestellt, den er nach seinem Bild geschaffen hat. Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen. Man darf sie zähmen, um sie dem Menschen bei der Arbeit und in der Freizeit dienstbar zu machen.


Kurt Remele: Die Würde des Tieres ist unantastbar. Eine neue christliche Tierethik. 

Butzon & Bercker (Verlag) 2016; 231 Seiten; 19,95Euro.



© Butzon & Bercker

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