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VIER PFOTEN in GAZA


Update, 01. September 2016: alle Tiere wohlauf in ihrem neuem Zuhause




Jahre des Leidens in desolaten Käfigen, Hungersnot und Wassermangel haben die letzten 15 Tiere aus dem Khan Younis Zoo in Gaza nun hinter sich. Seit Ende letzter Woche sind sie in ihrem neuen, artgemäßen Zuhause und genießen es in vollen Zügen.


Dr. Frank Göritz, Leitender Tierarzt des IZW betreut die Rettung der Tiere.
© FOUR PAWS | Bogdan Baraghin

Dr. Frank Göritz, Leitender Tierarzt des IZW (Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung) in Berlin, hat Laziz‘ medizinischen Zustand während des Transfers überwacht. Er freut sich, dass der aufwändige Transfer nun geschafft ist, der Tiger ein artgemäßes Zuhause hat und von Experten betreut wird:

Dr. Frank Göritz: Obwohl Tiger Laziz immer wieder Hunger leiden musste, weil die Futterversorgung im Zoo zeitweise nicht gegeben war, geht es ihm verhältnismäßig gut. Ich bin zuversichtlich, dass er sich im VIER PFOTEN LIONSROCK schnell von seinen Strapazen erholen wird.


Tiger Laziz ist im LIONSROCK angekommen.
© VIER PFOTEN

Laziz wird noch einige Zeit in seinem Eingewöhnungsgehege bleiben, bis er sich vollständig an seine neue Umgebung gewöhnt hat. Wenn es so weit ist, wird er in sein angrenzendes, ein Hektar großes Gehege entlassen. Bei den Tieren im New Hope Centre war bereits nach kurzer Zeit ebenfalls deutlich sichtbar, wie viel besser es ihnen in ihren artgemäß eingerichteten Gehegen geht.

 

Ioana Dungler: Wir sind so froh, dass wir alle Tiere retten konnten. Wir haben von allen Seiten große Unterstützung erfahren. Dafür sind wir unglaublich dankbar. Eine Rettungsmission in dieser Größe wäre sonst nicht möglich gewesen.“


Update, 27. August 2016: Laziz genießt die südafrikanische Sonne

Wir freuen uns riesig: Tiger Laziz hat sich gut in seinem vorübergehenden Gehege in unsererm Großkatzenrefugium LIONSROCK eingelebt. Er fühlt sich sichtlichwohl und hat ordentlich Hunger.


Vorher-Nachher-Bild von Laziz.
© VIER PFOTEN

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Update, 25. August 2016: 14 von 15 Tieren sind in ihrem neuen Zuhause angekommen

Es war spät abends als unser Team endlich die Grenze nach Jordanien passiert. Kurz vor Mitternacht erreicht es schließlich das New Hope Centre. Mit im Gepäck neun Tiere, die endlich ihre Glieder wieder ausstrecken wollten. Also wurde schnell abgeladen und alle neun Tiere in ihre vorübergehenden Eingewöhnungsgehege gebracht. Sie werden sich dort in den nächsten Wochen von den Strapazen ihres bisherigen Lebens und der Rettung in Ruhe erholen können.


Die Tiere werden sich im New Hope Centre in Jordanien von den Strapazen der Rettung erholen.
© VIER PFOTEN | 2016

Die 5 Affen aus dem Khan Younis Zoo haben bereits gestern ihr Ziel erreicht. Sie werden nun im Primate Sanctuary Foundation Schutzzentrum in Israel gehegt, gepflegt und verwöhnt auch wenn sie vorerst eine gewisse Zeit in Quarantäne bleiben müssen.

 

Tiger Laziz hat mit etwa vier Stunden Verspätung in Tel Aviv nach Johannesburg abgehoben und ist vor wenigen Minuten dort gut angekommen. Unser Team aus LIONSROCK erwartet ihn schon freudig am Flughafen. In wenigen Stunden wird Gazas letzter Tiger seine ersten Spuren im sandigen Boden unseres Großkatzenrefugiums LIONSROCK hinterlassen. 

 

Wir sind überwältigt von der Anteilnahme, die uns die letzten Tage über erreicht hat. Ohne Sie und Ihre Unterstützung wäre diese Rettungsaktion nicht möglich gewesen. Ohne Sie hätten wir den schlimmsten Zoo der Welt nicht schließen können.

Vielen Dank.



Die letzten Tiere verlassen den Khan Younis Zoo in Gaza für immer.
© VIER PFOTEN | 2016

Update, 24. August 2016: Der längste Tag

Gestern war ein langer Tag, aber es hat alles geklappt! Um 5:30 Uhr morgens war unser Team bereits im Zoo. Kurz vor 23 Uhr waren endlich alle Tiere verladen und fertig für ihre Reise. Die ganze Nacht über wachte unser Team neben dem Truck. Einerseits um die Tiere zu beschützen, andererseits um ihre Vitalfunktionen regelmäßig zu checken und festzustellen, ob es allen gut geht. 

 

Nach einer Nacht ohne Schlaf ging es heute bereits um 5:00 Uhr weiter an die Grenze. Um kurz nach 7:00 Uhr verließ unser Truck voller Tiere Gaza. Für den Großteil geht es ins Schutzzentrum "New Hope" in Jordanien, das Teil der von VIER PFOTEN und der Princess Alia Foundation (PAF) gegründeten Organisation "Al Ma'wa for Nature & Wildlife" ist. 


Für Laziz, Gazas letzten Tiger,erreicht erst morgen sein Ziel. Er wird heute weiter medizinisch betreut, in eine Transportbox verladen und hebt am späteren Abend ab nach Johannesburg. Morgen erwarten wir Laziz in unserem Großkatzenrefugium LIONSROCK und freuen uns schon sehr darauf, ihm endlich zeigen zu können, wie schön ein Tiger-Leben sein kann...

 

Fortsetzung folgt...

 

Wir möchten an dieser Stelle auch einmal DANKE sagen an Sie alle! Denn ohne Ihre Spenden und Ihre Unterstützung hätten wir den schlimmsten Zoo der Welt nicht schließen können. Wir danken Ihnen von Herzen, dass Sie unsere Arbeit jeden Tag aufs Neue mit Ihrer Hilfe bereichern. 

 

Diese Rettung wird natürlich nicht die letzte gewesen sein, darum freuen wir uns natürlich, wenn auch weiterhin ein Herz für Tiere zeigen: 



Laziz, Gazas letzter Tiger aus dem Khan Younis Zoo, ist bereit für seine Rettung.
© VIER PFOTEN | 2016

Update, 23. August 2016: Die Tiere werden verladen 

Heute war unser Team früh morgens im Khan Younis Zoo. Da wir am folgenden Tag bereits um sechs Uhr morgens an der Grenze in Gaza sein müssen, haben wir heute die Tiere schon in ihre Transportboxen verladen. 

 

Den Anfang machte der Tiger Laziz. Da Laziz in Israel vor seinem langen Flug nach Südafrika medizinisch gecheckt, in eine neue Transportbox umziehen und dafür narkotisiert werden muss, mussten wir beim ersten Verladen heute auf eine Narkose verzichten. Aus tiermedizinischer Sicht ist es nämlich nicht zu empfehlen, ein Tier innerhalb von 48 Stunden zwei Mal zu narkotisieren, da eine Narkose für den Körper eine enorme Stressbelastung bedeutet.

 

So mussten wir darauf hoffen, dass Laziz von alleine in seine Transportbox gehen wird. Normalerweise ist dafür monatelanges Training mit einem speziell geschulten Wildtiertrainer nötig. Dies war bei Laziz nicht möglich. Entsprechend ge- und angespannt war unser Team vor Ort - aber ohne Grund! Als wäre es das Natürlichste auf der Welt, spazierte Laziz seelenruhig in seine Transportbox und legte sich gelassen hin. Wir hatten fast den Eindruck als wüsste er, dass diese Box endlich den Ausweg aus seiner aussichtlosen Lage bedeutet. 


Auch die anderen Tiere teilweise schon in Boxen

Während Laziz die Ruhe seiner Transportbox in vollen Zügen genoss, hieß es für unser Team: Weitermachen!  Als nächstes wurden die kleinen Affen narkotisiert und einzeln erst medizinisch versorgt, geimpft und dann in ihre Transportboxen gelegt, wo sie in Ruhe aufwachen konnten. Danach wurden die Schildkröten, der Emu, die Stachelschweine, der Pelikan, das Reh und die Adlerbussarde verladen.

 

Auf unseren Social Media Kanälen Facebook, Instagram, Twitter und Snapchat können Sie noch weitere Updates der vergangenen Tage sehen. 

 

Wir freuen uns natürlich sehr, wenn Sie unsere Rettungsmission unterstützen möchten. Denn auch nachdem die Tiere den Gazastreifen verlassen haben, sind sie natürlich weiterhin auf unsere Hilfe angewiesen: 



Diese kleine Damhirsch-Baby ist leider vor der Ankunft unseres VIER PFOTEN Rettungsteam im Zoo von Khan Younis verstorben.
© VIER PFOTEN | 2016

Update, 22.08.2016: VIER PFOTEN Team seit gestern Abend in Gaza 

 

Traurige Nachrichten aus dem Khan Younis Zoo: Damhirsch-Baby kurz vor Ankunft des VIER PFOTEN Teams verstorben.

 

Seit gestern Abend ist das VIER PFOTEN Rettungsteam nun im Gazastreifen, um Laziz, Gazas letzten Tiger und die restlichen, verbliebenen Tiere aus dem Khan Younis Zoo zu befreien und in artgemäße Unterkünfte in Jordanien und Südafrika zu bringen. Für ein Tier kam unsere Hilfe aber leider zu spät. Ein junges Damhirsch-Baby ist am Tag unserer Ankunft verstorben. Laut den ersten Informationen hat es sich wohl an den Gitterstäben seines Käfigs schwer verletzt. Lokale Tierärzte hatten zwar versucht das Tier rasch zu behandeln, verfügten aber nicht über die ausreichenden Kenntnisse und Mittel, um das Tier, das bereits stark geschwächt war, angemessen zu versorgen. Diese traurige Nachricht zeigt umso deutlicher, wie wichtig es für die Tiere ist, den Khan Younis Zoo endlich zu verlassen. „Die Versorgungslage und die Infrastruktur sind dermaßen schlecht, dass das Leben der Tiere stark gefährdet ist“, sagt unser VIER PFOTEN Tierarzt und Missionsleiter Dr. Amir Khalil, der bereits zwei Löwenbabys und drei Löwen aus dem Al Bisan Zoo gerettet und nach Jordanien gebracht hat.


Tiere kommen nach Jordanien & Südafrika

Die meisten Tiere aus dem Khan Younis Zoo werden im Schutzzentrum „New Hope Centre“, das Teil der von VIER PFOTEN und der Princess Alia Foundation gegründeten Organisation „Al Ma’wa for Nature and Wildlife“ ist, ein vorübergehendes Zuhause finden. In einigen Monaten werden sie in artgemäße Gehege im Schutzzentrum „Al Ma’wa“ in der Nähe von Ammann gebracht. Laziz, Gazas letzer Tiger, findet in unserem Großkatzenrefugium LIONSROCK in Südafrika ein lebenslanges und artgemäßes Zuhause. 




18.08.2016: Wir bereiten die Rettung der Tiere vor und schließen den „schlimmsten Zoo der Welt“

 

Nach langen Verhandlungen ist es endlich soweit: In einer Rettungsmission werden wir die 16 Zootiere aus dem Khan Younis Zoo im Gazastreifen befreien und sie in ein neues Zuhause überführen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, ein internationales Team aus Tierärzten und logistischer Unterstützung bereitet sich auf den Einsatz in den nächsten Tagen vor.




Das Aus für den Zoo bedeutet ein neues Leben für Tiger Laziz und die anderen Tiere, die bisher in desolaten Käfigen dahin vegetieren und unter Mangel an Futter und medizinischer Versorgung leiden mussten.

 

Die meisten Tiere, wie etwa die Schildkröten, Stachelschweine und der Emu, sollen einen Platz in der jordanischen Schutzstation „New Hope Centre“ bekommen. Die Station ist Teil der Organisation „Al Ma’wa for Nature and Wildlife", die von VIER PFOTEN und der Princess Alia Foundation ins Leben gerufen wurde.

 

Da dort derzeit kein freies Gehege für eine Großkatze zur Verfügung steht, hat Tiger Laziz eine etwas weitere Reise vor sich: Auf ihn wartet ein Platz im VIER PFOTEN Großkatzenrefugium LIONSROCK in Südafrika, wo bereits über 100 andere Großkatzen aus schlechten Haltungsbedingungen ein neues Zuhause gefunden haben. Nach kurzer Zeit in einem Eingewöhnungsgehege wird Laziz ein 1 Hektar großes Gehege mit Grasfläche, Bäumen und Badeteich beziehen.


Auf Laziz wartet ein großes, artgenmäßes Gehege im Großkatzenrefugium LIONSROCK.
© FOUR PAWS | 2016

Wir werden Sie natürlich wie gewohnt während der gesamten Rettung über unsere Social Media Kanäle auf dem Laufenden halten: Verfolgen Sie, wie wir 16 Tiere aus Gaza retten über unsere Website, auf Facebook, Instagram und Twitter sowie auf Snapchat.



Erfolge und News:

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