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VIER PFOTEN holt Löwenbabys aus Flüchtlingslager

2015-06-22

Tiernothilfe Gazastreifen

Im Gazastreifen will VIER PFOTEN zwei Löwenbabys aus problematischer Privathaltung retten.

 

Die Bilder der Löwenbabys „Mona“ und „Max“ inmitten des Rafah-Flüchtlingslagers im Gazastreifen gingen um die Welt: Ein sechsfacher Familienvater hatte die damals zwei Monate alten Tiere vergangenen März vom Rafah Zoo gekauft, um seinen Enkeln damit eine Freude zu machen. Doch die neuen „Haustiere“ brachten die Familie bald an ihre finanziellen und physischen Grenzen.


Löwenbaby im Rafah-Flüchtlingscamp
© VIER PFOTEN

 


Eine Lösung für die Löwenbabys

 

VIER PFOTEN ist seit Wochen um eine Lösung für die Löwenbabys bemüht. Nicht nur die Gespräche mit dem Besitzer, auch die strengen Einreise-Regelungen stellen unser Team vor eine große Herausforderung. Doch wir sind zuversichtlich, demnächst grünes Licht für den Einsatz im Gazastreifen zu bekommen. Schon bald wird ein Team aus Tierärzten und Logistikern nach Rafah reisen, um die zwei Löwenbabys endlich aus der verantwortungslosen Privathaltung zu retten.

Die mittlerweile fünf Monate alten Großkatzen leben mit der Familie, darunter auch Kleinkindern, unter einem Dach! Deshalb wollen wir sie so schnell wie möglich von dort wegbringen – nicht zuletzt auch zum Wohle der Menschen. Die beiden sind bereits um einiges größer und stärker als bei ihrer Ankunft im Flüchtlingslager und stellen mittlerweile eine große Gefahr für die Bewohner des Camps dar. Wir hoffen sehr, dass der jetzige Besitzer nun zur Vernunft kommt und uns die Tiere überlässt. Sie sollen ein schönes, sicheres Zuhause bekommen – und nicht an einen anderen Zoo verkauft werden!

 

Das Team wird vor Ort mit dem Besitzer verhandeln und an seine Einsichtigkeit appellieren. Sobald die Löwen an VIER PFOTEN übergeben wurden, werden sie in das New Hope Center, der Transitstation des Al Ma’wa Wildlife Sanctuary in Jordanien, gebracht.






Tiernothilfe im Gazastreifen

 

VIER PFOTEN war bereits mit mehreren Projekten im Nahen Osten aktiv. Im September 2014 führten wir eine Notfall-Mission im schwer beschädigten Al-Bisan Zoo im nördlichen Gazastreifen durch. Drei Löwen wurden in eine  Rettungsstation nach Jordanien transferiert. Im April führte ein VIER PFOTEN Nothilfe-Team eine weitere Hilfsaktion durch, bei der die Tiere im desolaten Khan Younis Zoo medizinisch behandelt und mit Futter versorgt wurden.


Obwohl Gaza klein ist, gibt es hier rund 40 Großkatzen. Der Schmuggel mit exotischen Tieren ist ein großes Problem. Auch die Eltern von Mona und Max sollen als Babys in den Rafah Zoo durch die unterirdischen Tunnel von Ägypten nach Gaza geschmuggelt worden sein. Bei den militärischen Auseinandersetzungen wurden viele der selbstgebauten Tunnel allerdings letztes Jahr von der ägyptischen Armee zerstört.

 

 

Neue Kampagne: #VIERPFOTENgowild

 

Weltweit leben und leiden zig tausende Großkatzen in Zirkussen, in schlecht geführten Zoos oder in Privatbesitz. Viele der Tiere leben auf engstem Raum, werden mangelhaft ernährt, sind krank und verhaltensgestört. VIER PFOTEN hat es sich zum Ziel gesetzt, die Situation dieser faszinierenden aber auch gefährlichen Wildtiere zu verbessern. Die Organisation betreibt nicht nur das einzigartige Refugium LIONSROCK in Südafrika, wo mittlerweile über hundert Löwen und Tiger aus schlechter Haltung  ein artgemäßes Zuhause gefunden haben. VIER PFOTEN setzt sich auch mit breit angelegten Kampagnen für Großkatzen in menschlicher Obhut ein, unter anderem für ein Verbot von Wildtieren in Zirkussen oder die Schließung nicht adäquater Zoos.


Mit #VIERPFOTENgowild rücken wir das Leid der Tiere, aber auch Lösungen in den Fokus. Denn unter dem Deckmantel der Unterhaltung (Zirkusse), Bildung (Zoos), Medizin & Tradition (Heilmittel aus Tigerknochen) und des Sports (Trophäenjagd in Afrika), fristen tausende Großkatzen in Europa, Südafrika und den USA ein trostloses Leben unter katastrophalen Bedingungen. Die internationale Kampagne #VIERPFOTENgowild wird ihnen eine Stimme geben.



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