VIER PFOTEN App nun für Iphone/Ipad und Android erhältlich


VIER PFOTEN App Download für
AndroidAndroid

IphoneIphone

VIER PFOTEN stoppt LKW mit illegal getöteten Hunden

2014-09-12

In Rumänien werden weiter illegal Streunerhunde getötet. VIER PFOTEN protestiert und fordert die Regierung auf, das Töten endlich durch ein neues Gesetz zu stoppen.


VIER PFOTEN protestiert gegen die Hundetötungen in Rumänien.
© VIER PFOTEN / Matthias Schickhofer

Am 11. September haben 20 Demonstranten von VIER PFOTEN in Bragadiru (Nähe Bukarest) einen LKW voll toter Hunde gestoppt. Die Tiere wurden von der Bukarester Tierschutz-Aufsichtsbehörde ASPA illegal getötet. Neben Teilnehmern aus Rumänien waren auch Deutsche, Engländer und Österreicher bei der Straßenblockade im Einsatz.

 

Während der friedlichen Protestkundgebung hielten wir fünf Meter lange Banner mit der Aufschrift “Ministerpräsident Ponta, stoppen Sie die Hundetötungen!” hoch und klebten Aufkleber mit der Aufschrift “illegal” und “Verbrechen” auf den LKW.

 

 

ASPA tötet gesunde Hunde

 

Seit fast drei Monaten tötet die ASPA, die der Bukarester Stadtverwaltung untergeordnet ist, illegal gesunde Hunde. Die rumänische Regierung ergreift keine Maßnahmen, um dies zu stoppen. Während der Protestkundgebung riefen wir die Polizei und forderten die Beamten auf, die LKW-Tür zu öffnen und unter anderem dem Verdacht nachzugehen, dass illegale Substanzen für die Tötung der Hunde verwendet worden waren. Die Beamten weigerten sich zunächst, den LKW zu öffnen. Erst nach drei Stunden intensiver Verhandlungen beschlagnahmten sie das Fahrzeug und eskortierten es zur Polizeistation in Domnesti. Dort öffneten sie den LKW. Nur ein Vertreter von VIER PFOTEN durfte dabei sein, die Anwesenheit von Journalisten und anderen Personen war nicht gestattet.


VIER PFOTEN fordert die Polizei auf, den LKW mit den toten Hunden zu öffnen.
© VIER PFOTEN / Matthias Schickhofer

"Der Moment, als die Polizeibeamten die Tür öffneten, war grotesk. Der Gestank war so stark, dass die Polizisten zurückwichen”, berichtet Gabriel Paun, Kampagnendirektor bei VIER PFOTEN. “Ein strafrechtlicher Ermittler stieg dann im Schutzanzug in den LKW."

 

Der LKW gehört dem Bioabfall-Entsorgungsunternehmen Stericycle, das von der ASPA beauftragt wurde, die Kadaver von den in staatlichen Tierheimen illegal getöteten Streunerhunden zu transportieren und zu entsorgen. Die Polizei hat angekündigt, VIER PFOTEN innerhalb von 48 Stunden einen genauen Untersuchungsbericht zukommen zu lassen.

 

 

 

Rumänische Regierung muss handeln

 

VIER PFOTEN fordert die Polizei auf, das Gesetz und die Entscheidung des Appellationsgerichts vom 20. Juni 2014 zu vollstrecken, in der die Anwendungsnormen des Tötungsgesetz aufgehoben worden waren. “Harte rechtliche Schritte gegen die Täter wären die einzige Möglichkeit, eine laute Botschaft an all diejenigen zu senden, die mit den Hundetötungen in Rumänien zu tun haben”, sagt Gabriel Paun. “Im Moment ist die Situation der Streunerhunde völlig außer Kontrolle. Wir fordern Ministerpräsident Ponta auf, die Hundetötungen sofort zu stoppen!”

 

 

 

Über 8.000 getötete Hunde seit Juni

 

Laut jüngster Aussage des ASPA-Chefs Răzvan Băncescu wurden mehr als die Hälfte aller 16.000 in Bukarest getöteten Streunerhunde nach dem 20. Juni 2014 getötet, also nachdem das Bukarester Appellationsgericht die Anwendungsnormen des Tötungsgesetzes aufgehoben hatte.

 

VIER PFOTEN hat Anzeige gegen mehrere Vertreter des ASPA-Managements erstattet. Doch die Hundetötungen sind nur das Ende einer langen Liste illegaler Praktiken in den staatlichen Tierheimen Rumäniens.

 

Im Juli 2014 hatte VIER PFOTEN einen schockierenden Bericht und Videoaufnahmen illegaler Aktivitäten in der Mehrzahl der rumänischen staatlichen Tierheime veröffentlicht. Nicht eines der 43 untersuchten öffentlichen Tierheime entsprach dem Gesetz. Bis zu 29 Gesetzesverstöße wurden auf Video dokumentiert, wie zum Beispiel tote Hunde, die im Tierheim zwischen noch lebenden Hunden lagen, überfüllte Zwinger, Exkremente auf dem Boden der Hundezwinger sowie verletzte und kranke Tiere ohne medizinische Versorgung.


drucken