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Streunerhunde in Rumänien 2013


Protest-Aktion in Hamburg: Hunde und Menschen zeigen Solidarität mit rumänischen Streunerhunden.
© VIER PFOTEN / Fred Dott

Anfang September beschloss das rumänische Parlament ein Gesetz, das die Tötung von Streunerhunden erlaubt. VIER PFOTEN engagiert sich für das Leben der Hunde. Eine Chronologie der Ereignisse.



23. Oktober 2013:

 

Zwölf Bürgermeister gegen Massentötung von Streunerhunden

 

Bisher haben sich zwölf rumänische Bürgermeister gegen die Durchführung staatlicher Massentötungen in ihren Städten entschieden. Wir arbeiten weiterhin daran, mit so vielen Bürgermeistern wie möglich zu kooperieren und eine humane Lösung für das Streunerhunde-Problem zu bieten.

 

Das Töten von Tieren durch private Personen ist weiterhin verboten und wird auch strafrechtlich verfolgt. Trotz allem erreichen uns leider immer wieder Fälle privater Tötungen und Misshandlungen, wie etwa das besonders tragische Schicksal von Grivita. Sie befindet sich im Moment in unserer Obhut. Ihre Überlebensgeschichte können Sie hier genauer nachlesen.

 

Bis jetzt konnte unser VIER PFOTEN Team in Rumänien 234 Streunerhunde kastrieren und an neue Besitzer weiter vermitteln, die Verantwortung für die Tiere übernehmen und sich um sie kümmern.

 

VIER PFOTEN Rumänien hat außerdem eine eigene Facebook-Seite eingerichtet, auf der sämtliche Infos rund um das Adoptieren von Streunerhunden zu finden sind: https://www.facebook.com/AdoptaSalveaza?fref=ts

 

Eine Auflistung diverser Tierheime und Auffangstationen ist auf unserer rumänischen Webseite zu finden: http://www.vier-pfoten.ro/adopta-si-salveaza/


 

27. September 2013:

 

Solidarität mit Streunerhunden

 

Mit Aktionen in Hamburg, Amsterdam und Wien zeigte VIER PFOTEN am Freitag Solidarität mit rumänischen Streunerhunden. Gemeinsam mit unseren Hunden setzten wir ein Zeichen gegen Massentötungen und für eine humane Lösung des Streunerhunde-Problems in Rumänien.


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25. September 2013:

 

Tötungsgesetz in Kraft

 

Schlechte Nachrichten: Der rumänische Verfassungsgerichtshof unterstützt das Gesetz zur Tötung von Streunerhunden und widersetzt sich damit dem Aufruf der Europäischen Kommission, die internationalen Abkommen bezüglich Tierschutz zu respektieren. Außerdem ignoriert er die expliziten Aufforderungen mehrerer Mitglieder des Europäischen Parlaments für eine humane Eindämmung der Streunerpopulation. Präsident Basescu hat das Gesetz bereits unterschrieben.


Wir müssen jetzt die rumänischen Bürgermeister und Tierärzte davon überzeugen, ihren Ermessensspielraum zu nutzen und sich gegen die Tötungen zu entscheiden. Wir rufen alle Rumänen dazu auf, so viele Streunerhunde wie möglich zu retten, indem sie sie adoptieren!


© VIER PFOTEN

VIER PFOTEN fordert ein landesweites Regierungsprogramm mit einem integrierten Konzept zur Aufklärung der Bevölkerung. Außerdem soll die Adoption von Hunden in der Bevölkerung beworben werden, systematische Kastrationen sollten durchgeführt werden, jeder Hund sollte über Mikrochip identifiziert und registriert werden, und zu guter Letzt sollte das Aussetzen von Hunden strafrechtliche Konsequenzen haben.


Wir sind weiterhin offen für eine Zusammenarbeit mit rumänischen Bürgermeistern, die die Situation der Streunerhunde auf eine professionelle und humane Art lösen wollen.


Online-Protest

 

Unterschreiben Sie unseren Online-Protest, der EU-Kommission und Bürgermeister rumänischer Städte auffordert, die Massentötungen zu stoppen!

 

Zum Protest: www.vier-pfoten.org/nokilling

 



23. September 2013:

 

VIER PFOTEN Klinik weiter gesperrt

 

VIER PFOTEN hat noch immer keinen Zutritt zur Pallady Klinik erhalten, das Team hat somit auch keinerlei Zugang zu seinem medizinischen Equipment. Mit Hilfe unseres Anwaltes und der Polizei wollen wir uns am Donnerstag, den 26. September, wieder Zutritt verschaffen. Trotzdem werden weiterhin Hunde aus der Pallady Klinik adoptiert. Das zweite öffentliche Tierheim von Bukarest, Mihailesti, wurde kurzzeitig geschlossen. Ein Augenzeuge einer anderen NGO berichtete, dass die Zustände dort sehr schlecht seien, Hunde leiden müssten und nicht ausreichend versorgt werden würden.

 

Vergangenen Samstag protestierten über 500 Menschen auf den Straßen von Bukarest für die Streuner, und auch rumänische Prominente unterstützen unsere Adoptionskampagne, wie zum Beispiel Sänger Bodo, der mit der Tochter von Präsident Basescu verheiratet war.



19. September 2013:


Anlässlich einer Tierschutzdebatte der „Intergroup on the welfare & conservation of animals“ im Europäischen Parlament in Brüssel sagte EU-Gesundheitskommissar Dr. Tonio Borg, die EU Kommission werde die Mitgliedstaaten dazu ermahnen, die einschlägigen internationalen Abkommen zu befolgen, insbesondere die Richtlinien der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE). Rumänien steht damit politisch unter Druck, denn es ist Mitglied der OIE und hat sich mit deren Richtlinien einverstanden erklärt, die eine Hierarchie der Methoden enthält.


18. September 2013:


Adoptieren statt Töten


© VIER PFOTEN

Das VIER PFOTEN Team in Rumänien bietet Behandlung für adoptierte Streuner an, um die Menschen zu unterstützen, die Streunerhunde adoptieren möchten. Die tierärztlichen Behandlungen werden gratis angeboten: Kastration, Impfung gegen Tollwut, Impfpass, Microchip und Registrierung in der Datenbank. Soweit logistisch möglich, hilft VIER PFOTEN auch beim Einfangen der Hunde und beim Transport zur Klinik. Auch rumänische Tierheime können auf uns zählen und Hilfe der VIER PFOTEN Veterinäre anfordern.


Online-Protest

 

Unterschreiben Sie unseren Online-Protest, der EU-Kommission und Bürgermeister rumänischer Städte auffordert, die Massentötungen zu stoppen!

 

Zum Protest: www.vier-pfoten.org/nokilling

 



17. September 2013:


Tötungsgesetz vorerst auf Eis gelegt

 

VIER PFOTEN hat sich über den rumänischen Volksanwalt an den Verfassungsgerichtshof gewandt, um die Massentötung von Streunerhunden zu verhindern, bevor der Staatspräsident das Gesetz dazu unterzeichnen kann. 30 Abgeordnete des rumänischen Parlaments haben das Gesetz angefochten; es wird am 25. September beim Verfassungsgerichtshof diskutiert. Solange das Gesetz geprüft wird, kann es nicht in Kraft gesetzt werden und liegt vorerst auf Eis.

 

Es gibt keine Hinweise, dass derzeit behördlich genehmigte Tötungen in öffentlichen Tierheimen stattfinden. Dennoch kommt es in den Straßen von Rumänien zu illegalen Übergriffen durch Privatpersonen. Es liegen Fälle vor, bei denen Menschen Maschinengewehre, Gift, Messer oder Stricke benutzen, um arme Hunde zu quälen und zu töten. VIER PFOTEN unternimmt bereits rechtliche Schritte in den Fällen, wo Tatzeit und -ort sowie die Täter bekannt sind. Rumänische Hundebesitzer haben Angst, dass ihren Hunden in ihrer Abwesenheit etwas zustoßen könnte und nehmen sie deshalb mit zur Arbeit.

 

VIER PFOTEN startet eine landesweite Kampagne zur Adoption von Streunerhunden. Wir versuchen, eine Kultur zur Adoption von Hunden in Rumänien anzstoßen. Alle adoptierten Hunde werden tierärztlich untersucht und gechippt, um eine ordentliche Registrierung und Identifikation der Hunde zu ermöglichen und somit zu verhindern, dass die Hunde wieder ausgesetzt werden.



13. September 2013:


Das rumänische VIER PFOTEN Team wartet noch immer darauf, wieder Zugang in die Pallady Klinik zu bekommen. Doch es erwartete sie auch eine erfreuliche Überraschung: Mehr als 60 Tierfreunde waren vor Ort, um Streunerhunde, die von den staatlichen ASPA Hundefängern eingefangen wurden, zu adoptieren.



12. September 2013:

 

Behörde blockiert VIER PFOTEN Klinik


Das VIER PFOTEN Team kann die Klinik nicht betreten.
© VIER PFOTEN / George Nedelcu

Die rumänische Tierschutz-Aufsichtsbehörde ASPA (Autoritatea pentru Supravegherea și Protecția Animalelor) versucht, die Streunerhilfe von VIER PFOTEN in Bukarest zu blockieren. Am Morgen wurde dem VIER PFOTEN Team der Zugang in die Tierklinik in der Theodor Pallady Straße in Bukarest verweigert, wo wir seit April 2013 Tiere kastrieren, in Übereinkunft mit der Stadt Bukarest. Bereits am Vortag verwehrte ASPA, dass neue Streuner zur Behandlung in die Klinik gebracht werden dürfen.

 

Am 9. September hatte ASPA das VIER PFOTEN Team mittels offiziellem Schreiben aufgefordert, die Klinik binnen 24 Stunden zu verlassen. Die Begründung: Bis zur endgültigen Klärung der Streunerhundesituation löst  ASPA alle Vereinbarungen mit Tierschutzorganisationen. VIER PFOTEN meldete zurück, dass eine solche Aufforderung mindestens 72 Stunden im Voraus angekündigt werden muss, dies war mit der Stadt Bukarest so vereinbart worden.

 

Die letzten 16 Hunde, die das Team kastrieren und behandeln konnte, wurden nicht, wie sonst üblich, auf die Straße zurückgebracht, sondern am Dienstag in das von VIER PFOTEN unterstützte rumänische Tierheim „Speranta“ überstellt. Dort haben wir zwischenzeitlich Notfallplätze für Streuner geschaffen.



10. September 2013

 

Rumänisches Parlament beschließt Tötungsgesetz


© VIER PFOTEN

In Rumänien kommt es leider immer wieder zu Vorfällen, bei denen Konflikte zwischen Menschen und Streunerhunden entstehen. Nach einem tragischen Unfall, bei dem ein Kind in Rumänien zu Tode kam, forderte der rumänische Präsident Traian Basescu das Parlament auf, die Tötung zehntausender Streunerhunde umgehend zu legalisieren. Am 9. September stimmten die zuständigen Ausschussmitglieder im rumänischen Parlament für eine Legalisierung der Euthanasie und das Gesetz wurde am Tag darauf im Plenum mit 266 Pro-, 23 Gegen-Stimmen und 20 Enthaltungen verabschiedet.

 

Das neue Gesetz gestattet die Tötung von Streunerhunden, nachdem sie 14 Tage im Tierheim gewesen sind. Das Gesetz gibt den Bürgermeistern außerdem die Möglichkeit, die Tötung von Streunern anzuordnen, wenn sie nicht ausreichend Ressourcen haben, um Tierheime zu bauen oder sie mit Futter und Medikamenten zu versorgen.

 

Es ist unrealistisch anzunehmen, dass ein Hund innerhalb von 14 Tagen neue Besitzer findet. Darüber hinaus gibt es nicht ausreichend Tierheime, Futter und medizinische Versorgung für die Hunde. Auch der Begriff „Euthanasie“ wird hier fälschlich verwendet, da er sich eigentlich nur auf sehr kranke, sehr alte oder extrem aggressive Hunde anwenden lässt, und nicht auf gesunde und friedliche Tiere. Das Gesetz bedeutet demnach das Todesurteil für hunderttausende Streunerhunde in Rumänien.


© VIER PFOTEN / George Nedelcu

VIER PFOTEN hat seit 2001 bereits über 100.000 Streunerhunde in Rumänien gefangen, kastriert und wieder freigelassen. Diese Bemühungen werden vom Europäischen Parlament anerkannt und unterstützt. Jetzt suchen wir nach einer Lösung, um die Umsetzung des Gesetzes anzuhalten und eine Legalisierung der Massentötung von Streunerhunden zu verhindern.


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