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Rumänien: Töten von Streunerhunden endlich illegal

2014-06-24

Stadt Bukarest ignoriert Gerichtsentscheidung

Tötungen müssen sofort gestoppt werden!

 

Das Töten von Streunerhunden ist in Rumänien seit dem 20. Juni illegal. Das Bukarester Berufungsgericht hat die so genannten "Anwendungsnormen" des Streunerhunde-Tötungsgesetzes aufgehoben, die von VIER PFOTEN angefochten worden waren. Nach dem Gesetz ist der Gerichtsbeschluss mit sofortiger Wirkung rechtsverbindlich.


VIER PFOTEN fordert den sofortigen Stopp der Hunde-Tötungen.
© VIER PFOTEN / Gabriel Paun

Bukarest: ASPA tötet weiter

 

Doch die Bukarester Tierschutz-Aufsichtsbehörde ASPA, die offiziell der Bukarester Stadtverwaltung unterstellt ist, setzt die Streunerhunde-Tötungen widerrechtlich fort. Razvan Bancescu, Chef der ASPA, erklärte auf einer Pressekonferenz in Bukarest, die ASPA würde weiterhin Hunde töten, bis das Gericht seine Entscheidung begründet habe. „Derzeit sind die ASPA-Aktivitäten nicht beeinträchtigt, und das Streunerhunde-Management-Programm wird weiterlaufen“, sagte Bancescu. Außerdem erklärte er, die ASPA habe während des neunmonatigen Streunerhunde-Management-Programms in Bukarest 25.000 Hunde gefangen, von denen etwa 10.000 getötet worden seien.

 


 

VIER PFOTEN für konstruktiven Neubeginn

 

VIER PFOTEN fordert die ASPA und alle Stadtverwaltungen auf, die Streunerhunde-Tötungen sofort zu stoppen. „Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die ASPA und alle Stadtverwaltungen sich an den Beschluss halten und sich dementsprechend verhalten müssen“, sagt Gabriel Paun, Kampagnendirektor bei VIER PFOTEN. „Andernfalls ist das ein Missbrauch. Gegen die involvierten Personen können Strafverfahren eingeleitet werden, weil sie sich dem Gerichtsbeschluss widersetzen und illegal öffentliche Gelder ausgeben. Bancescu kann daher nicht im Namen der ASPA gesprochen haben, er hat wohl seine persönliche Meinung kundgetan.“

 

Die Regierung hat nun die Möglichkeit, gegen den Gerichtsbeschluss in Berufung zu gehen. Die Berufung muss nach dem Erhalt des Beschlusses beim obersten Gericht eingereicht werden. „Berufung ist zwar eine Option, doch sie verhindert einen konstruktiven Neubeginn“, betont Gabriel Paun. „Es wäre vernünftiger, sofort mit den richtigen Experten eine kluge Dringlichkeitsverordnung zu erarbeiten. Wir würden unsere Expertise und Ressourcen anbieten, wenn die Bereitschaft für einen Dialog vorhanden wäre.“

 

 

 

Neuer Rechtsrahmen für Hunde nötig


VIER PFOTEN engagiert sich für eine humane Lösung der Streuner-Problematik.
© VIER PFOTEN / Yavor Gechev

VIER PFOTEN hat sich in den letzten Jahren in vielen europäischen Ländern auf die Geburtenkontrolle konzentriert. Dank der finanziellen Unterstützung unserer Spender konnten wir mehr als 100.000 Streunerhunde kastrieren! Unsere Bemühungen werden aber nur dann zum Erfolg führen und dem Wohl der Hunde dienen, wenn dies auf Basis eines vernünftigen Gesetzes geschieht.

 

VIER PFOTEN ist auch weiterhin für die Streunerhunde im Einsatz und engagiert sich für eine eine humane Lösung.  



Hintergrund

 

Das Tötungsgesetz war im Oktober 2013 in Kraft getreten. Die Anwendungsnormen des neuen Streunerhunde-Gesetzes, das deren Tötung erlaubt, wurden im Dezember 2013 veröffentlicht. Kurz darauf starteten die Massentötungen.

 

Anfang Januar 2014 focht VIER PFOTEN die Anwendungsnormen an und legte dar, dass mehrere Punkte darin bestehenden Gesetzen widersprechen. Zunächst hatte VIER PFOTEN an die rumänische Regierung appelliert, die Methodik einzufrieren, aber leider wies diese den Antrag ab. Daraufhin focht VIER PFOTEN die Anwendungsnormen im März 2014 vor dem Appellationsgericht in Bukarest an.


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