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Tiger auf dem OP-Tisch



Am 11. März 2017 wurden die beiden in der rheinland-pfälzischen Großkatzenstation von VIER PFOTEN lebenden Tiger Varvara und Bela einem umfangreichen tierärztlichen Check unterzogen. Die Tigerweibchen wurden von Marc Gölkel, Tierarzt vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin, sowie den Spezialisten für Laparoskopie, Jens Thielebein von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Dr. Uwe Ziemann, unter Vollnarkose untersucht und behandelt.

Laparoskopie: schonende Kastration durch die Bauchdecke
Die 3-jährige Tigerin Bela wurde laparoskopisch kastriert – ein minimalinvasiver Eingriff, der eine kurze Genesungszeit ermöglicht. Ersten Ergebnissen zufolge ist Bela in einem guten allgemeinen Gesundheitszustand; die Analyse der Blutproben soll weiteren Aufschluss liefern.

Nierenveränderung ist typisch für alternde Katzen
Eine Ultraschalluntersuchung hat bei der 14 Jahre alten Varvara beginnende Veränderungen der Nieren gezeigt; eine häufig gestellte Diagnose bei älteren Katzen. Auch bei Varvara wurden Blut- sowie eine Harnprobe zur Analyse eingeschickt. Außerdem konnte eine Verletzung im Maul, die wahrscheinlich durch das Zerbeißen eines spitzen Knochens verursacht wurde, behandelt werden.

 

Injektion statt Operation
Die 4-jährige Cara  bekam eine Auffrischung ihres Immunkontrazeptivums (Improvac®) injiziert. Da Cara erst im letzten Jahr untersucht wurde und es keinen Bedarf für einen erneuten Gesundheitscheck in Vollnarkose gab, kam die Methode der Kontrazeption zum Einsatz, die einfach per Injektion verabreicht werden kann. Jede Anästhesie birgt ein potenzielles Risiko – speziell bei Wildtieren, die vor der Narkose keinem vorbereitenden Gesundheitscheck unterzogen werden können. Daher werden Tiere in von VIER PFOTEN geführten Wildtierstationen nur dann narkotisiert, wenn es aufgrund von notwendigen Behandlungen oder Untersuchungen unumgänglich ist.

 

Auch Tiger können an Katzenschnupfen leiden
Belas Bruder Sharuk bekam deshalb seine Auffrischungsimpfung gegen Tollwut sowie Katzenschnupfen und Katzenseuche.

 

Rüdiger Jürgensen, Geschäftsleiter von VIER PFOTEN Deutschland: „Unsere Tiger sind wohlauf, das freut uns sehr. Die Tiere leiden erfahrungsgemäß noch jahrelang unter den schlechten vorherigen Haltungsbedingungen und der falschen Ernährung. Deswegen führen wir regelmäßig tierärztliche Gesundheits-Checks durch.“

 

VIER PFOTEN setzt sich seit Jahren intensiv dafür ein, Großkatzen aus mangelhaften Zoos, aus Zirkushaltung oder illegaler Privathaltung zu befreien, und fordert die Bundesregierung dazu auf, einheitliche und strenge Rechtsvorschriften bezüglich der privaten Haltung gefährlicher Wildtiere zu beschließen.


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