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Zu Besuch in LIONSROCK

2016-09-02

Ein Bericht von Förderin Elisabeth Funke


Ein Besuch in LIONSROCK und im Thula Thula Game Reserve



© Elisabeth Funke

Seit 2009 besuche ich jedes Jahr den LIONSROCK Park. Auch am 23. Februar 2016 ist es wieder so weit. Ich freue mich sehr und bin schon ganz gespannt auf die Veränderungen im Park. Ich fliege von Kapstadt nach Johannesburg und mache mich dann mit dem Auto auf den Weg. Der Empfang ist herzlich. Wir haben uns alle sehr auf dieses Wiedersehen gefreut!

Am nächsten Morgen werde ich gleich zu Hildegard Pirker (Chief of Animal Welfare) ins Büro gebracht und sie macht sich mit mir auf den Weg ins Gelände. Hildegard zeigt mir zuerst die neuen Tigergehege, die nach höchstem Standard errichtet wurden. Sie sind in einem Halbrund angelegt. So können sich die Tiere sehen und auch in die weite Landschaft schauen. Jedes Gehege hat einen schönen Pool.


Die Tiger

Tigerin Gandhi hat schon ihr neues Gehege bezogen und sitzt selbstbewusst auf dem Dach ihres Hauses. Auch sie hat natürlich ein großes Badebecken und ist inzwischen auf den Geschmack gekommen: Sie badet vor unseren Augen! Die Mitarbeiter freuen sich über diesen Fortschritt, denn Gandhi ist früher nie ins Wasser gegangen. Die rumänischen Tiger bewohnen das Gehege neben Gandhi. Weitere Tiger sollen bald in die neuen Gehege umgesiedelt werden.


Tigerin Gandhi sitzt selbstbewusst auf dem Dach ihres Hauses.
© Elisabeth Funke

Auch Tigerin Natascha habe ich besucht. Es geht ihr sehr gut. Sie wird im April ein neues Gehege beziehen, in dem bisher die rumänischen Tiger Riva und Tommy untergebracht waren. Dieses Gehege ist wunderschön mit einem sehr großen Pool, einem kleinen Wald und vielen Büschen. Gegenüber lebt auch eine Tigerdame, sie hat vor Kurzem ihren Partner verloren.


Beschäftigung

Am nächsten Tag gehe ich zusammen mit Cheftierpflegerin Elke Sammer und den Volontären Manuela, Karin und Jürgen auf die sogenannte Enrichment-Tour. Die Volontäre haben „Spielzeuge“ für die Großkatzen gebastelt: große Jutesäcke und Kartons, die mit Pferdedung und Heu oder auch mit speziellen Gewürzen gefüllt sind, und sie haben riesige Wassermelonen dabei. Dies alles dient der Beschäftigung der Tiere. Es ist toll zu sehen, wie unterschiedlich die Tiere reagieren: einige mit Neugier, andere mit großem Spieltrieb; die Melone wird gleich von Tigerdame Riva geknackt. Auch der dreibeinige Gepard Sasha bekommt ein Spielzeug. Er sprintete dafür vom anderen Ende des Geheges bis zu uns an den Zaun und springt dann in einem Satz auf sein Haus. Seine Behinderung hat man ihm nicht angesehen – welch ein Glück, dass er in LIONSROCK sein Zuhause gefunden hat.


Für die Großkatzen basteln die Tierpfleger unterschiedlichste Beschäftigugsgegenstände.
© Elisabeth Funke

Fütterung

Freitags ist Fütterungstag und ich bin mit auf der Tour. Elke fährt den Wagen, zwei Tierpfleger begleiten uns. Während der Fütterung kann man die geballte Kraft der Löwen beobachten. Obwohl natürlich jeder sein Stück Fleisch erhält, kämpfen sie auch mal um ein Stück. Aber dann kehrt Frieden ein und alle Tiere sind beschäftigt. Wie den Tigern, geht es auch den Löwen prächtig.


Essenszeit in LIONSROCK.
© Elisabeth Funke

Die Tierklinik auf dem Gelände ist nun fertiggestellt. In direkter Nachbarschaft wird gerade das neue Kühlhaus gebaut, in dem das Fleisch dann zerlegt und kühl aufbewahrt werden kann. Dies wird sicher eine große Erleichterung für die Mitarbeiter.

 

Auf meinen jährlichen Besuchen überzeuge ich mich immer wieder, wie gut es den Tieren in LIONSROCK geht und bin mir sicher, dass all dies nur mit Hilfe der großzügigen Spenden vieler Tierfreunde möglich ist.



Thula Thula Game Reserve

Nach fünf Tagen in LIONSROCK fliege ich von Johannesburg nach Richards Bay und fahre mit dem Auto zum Thula Thula Game Reserve im Osten Südafrikas.

 

Auch hier gibt es Neuigkeiten: Das Waisenhaus für die Rhino-Kinder ist fertig und wird mittlerweile von fünf jungen Nashörnern bewohnt. Es ist ein sehr bewegender Moment für mich: Die kleinen holen sich ihre Streicheleinheit durch das Gitter ab, sie sind sehr neugierig und sie sehen sehr gut. Die Nashornkinder können sich auch außerhalb ihres Geheges in der Station bewegen.



© Elisabeth Funke

Thula Thula hat mit Karen Trendler eine weltweit bekannt Tierschützerin insbesondere für die Pflege und Betreuung der Nashörner engagiert. Sie kennt sich auch mit Elefanten sehr gut aus und ist eine Bereicherung für den Park.

 

Mein Besuch des kranken Nashornwaisen Storm hat mich sehr berührt, aber mittlerweile hat sich der Kleine dank der hervorragenden Pflege von Karen und den Volontären im Waisenhaus erholt und spielt fröhlich im Außenbereich.

 

Und hier muss ich wieder sagen: Dank der großzügigen Spende von VIER PFOTEN ist das Waisenhaus schon zum Erfolg geworden.



© Elisabeth Funke

Auf dem Game Drive am nächsten Tag habe ich eine gesamte Elefantenherde gesehen. Die Herde war völlig entspannt, die kleinen Elefantenkinder sprangen um ihre Mütter herum, gemeinsam zogen sie fressend durch den Busch. Es ist großartiger Augenblick, wenn die Elefanten ohne Scheu vor dem Jeep Halt machen, den Geruch aufnehmen, uns Menschen nicht als Feinde sehen und dann tiefer in den Busch ziehen. Während der Abend-Safari sehen wir die Herde noch einmal, dann verschwinden die Elefantenkühe friedlich bei untergehender Sonne mit ihren Kindern in im Busch.



© Elisabeth Funke

Auch die beiden Nashornwaisen Tabo und Ntombi, die fast ausgewachsen sind, ziehen an uns vorbei – immer unter Aufsicht ihrer bewaffneten Bewacher, die sie vor Wilderern schützen.

 

Mein Tipp: Bei einer Reise nach Südafrika lohnt sich in jedem Fall ein Besuch im LIONSROCK Park und im Thula Thula Game Reserve. Hier können Tierfreunde sehen, was mit ihren Spenden alles erreicht wird. Gut, dass es die VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz gibt!


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