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VIER PFOTEN sucht Lösung für "Tiger-Tempel " in Thailand

2015-04-29

Tiere die meiste Zeit angekettet oder in Käfigen

VIER PFOTEN bemüht sich aktuell um eine Lösung für 147 Tiger, die im Luangta-Maha-Bua-Tempel in Thailand unter teils widrigsten Bedingungen leben müssen.


Stundenlang müssen die Tiger angekettet ausharren. Danach kommen sie wieder zurück in ihre viel zu kleinen Betonkäfige.
© VIER PFOTEN

Der sogenannte Tiger-Tempel hat bei Tierschützern in aller Welt traurige Berühmtheit erlangt: Die buddhistischen Mönche halten rund 147 Tiger, Besucher können sich für teures Geld mit den Tieren fotografieren lassen, diese streicheln und sogar an der Leine herumführen. Aufgrund steigender Kritik und der Aussage des leitenden Tierarztes vor Ort, dass bereits drei Tiger vermisst würden, kam es am 24. April zu einer behördlichen Razzia im Tempel.

 

VIER PFOTEN ist bereits seit längerem mit dem Komitee des Luangta-Maha-Bua-Tempel in Thailand in Kontakt, um die Situation der dort gehaltenen Großkatzen zu verbessern.



Was passiert mit den 147 Tigern?

 

Laut Aussagen der thailändischen Naturschutzbehörde DNP (Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation) könnten die Mönche nun gezwungen sein, die Tiger abzugeben. Für VIER PFOTEN steht fest: Der Tempel bietet keine Möglichkeiten, die Tiger artgemäß unterzubringen. Derzeit gibt es aber keine Einrichtung in Thailand, die so viele Tiger unterbringen könnte. Offen bleibt also die Frage, was mit den Tigern passiert.

 

Wir versuchen bereits seit Monaten, die Mönche davon zu überzeugen, dass die Tiger vor Ort nicht artgemäß gehalten werden. Die Tiere sind durch die vielen Besucher ständigem Stress ausgesetzt, erhalten die falsche Nahrung und verbringen die meiste Zeit in engen Käfigen oder angekettet im Tempel. Noch dazu gibt es kein kontrolliertes Zuchtprogramm. Viele Tiere weisen eindeutige Merkmale der Inzucht auf. 


Ob und wie die Tiger "ruhig gestellt" werden, kann nur gemutmaßt werden. Hierfür wäre ein Bluttest nötig.
© VIER PFOTEN


Neues Tiger-Schutzzentrum in Thailand?

 

Da die Tiere von Hand aufgezogen wurden, können sie nicht mehr ausgewildert werden. Eine mögliche Lösung wäre, ein neues Tiger-Schutzzentrum in Thailand zu errichten, das den Tieren Gehege in einer artgemäßen Größe bietet. Dafür müssten jedoch erst die zuständigen Behörden die Rahmenbedingungen schaffen.


VIER PFOTEN betreibt selbst ein Großkatzen-Schutzzentrum für mittlerweile rund hundert Löwen und Tiger in Südafrika.



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