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Hannes Jaenicke im Einsatz für Löwen

2015-05-28

Schauspieler dreht ZDF-Doku in LIONSROCK

Im Mai besuchte Schauspieler Hannes Jaenicke mit einem Kamerateam für mehrere Tage unser Großkatzenrefugium LIONSROCK in Südafrika. Jaenicke dreht für die ZDF-Tierdoku „Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Löwen“ und macht auf die akute Bedrohung wildlebender Löwen aufmerksam. 

 

TV-Tipp:

"Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Löwen", 7. Juli 2015 um 22:15 Uhr im ZDF


Schauspieler Hannes Jaenicke (Mitte) hilft dem VIER PFOTEN Team im Großkatzenrefugium LIONSROCK.
© VIER PFOTEN | Michael Glenister

Im Großkatzenrefugium LIONSROCK haben bereits 86 Löwen ein wunderschönes Zuhause gefunden. VIER PFOTEN hatte die Tiere aus afrikanischen Zucht- und Jagdfarmen sowie aus heruntergekommenen europäischen Zoos und Zirkussen gerettet.


 

 

Immer weniger Löwen leben in freier Wildbahn

 

Der König der Tiere ist akut bedroht: Die Populationen afrikanischer Löwen in freier Wildbahn nehmen rapide ab. In den letzten 30 Jahren ist die Anzahl der Tiere von geschätzten 100.000 auf deutlich weniger als 40.000 geschrumpft. Gleichzeitig nimmt die Zahl an für den Abschuss gezüchteten Löwen in Gefangenschaft drastisch zu.


Gründe für diese alarmierende Endwicklung gibt es viele: der Verlust von Lebensräumen und Beutetieren sowie Konflikte mit der lokalen Bevölkerung, aber auch die Trophäenjagd ist für den starken Rückgang der afrikanischen Löwen verantwortlich.

 

Die grausamste Abart der Trophäenjagd ist das sogenannte "Canned Hunting" in Südafrika. Tausende Jagdtouristen aus Europa und den USA bereisen jährlich die Region, um gezüchtete und in Gehegen eingesperrte Löwen zu erschießen und eine Trophäe mit nach Hause zu nehmen.


 

 

Hannes Jaenicke packt mit an

 

Der sympathische Schauspieler begleitete mehrere Tage lang ein VIER PFOTEN Team in LIONSROCK bei der Arbeit und packte selbst auch tatkräftig beim Füttern und bei der Herstellung von Beschäftigungsmöglichkeiten mit an.


Hannes Jaenicke füttert einen Löwen. Immer mit dabei: LIONSROCK Cheftierpflegerin Hildegard Pirker.
© VIER PFOTEN | Michael Glenister

          „Diese wundervollen Großkatzen haben es nicht verdient, von uns Menschen in finsteren, engen Käfigen gehalten oder auf Zuchtfarmen abgeknallt zu werden. Ich bin in Afrika, um die Menschen über das Elend vieler tausender Löwen zu informieren. Und ich finde es großartig, was VIER PFOTEN hier im Großkatzenparadies LIONSROCK leistet, um Löwen und anderen Tieren aus grausamer Gefangenschaft zu befreien und hier auf 1.250 Hektar Land in riesigen Freiluftgehegen ein schönes Leben zu ermöglichen, das dem in der Wildnis sehr nahe kommt.“
  Hannes Jaenicke

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Canned Hunting in Südafrika

 

In Südafrika gibt es die weltweit größte Industrie zur Ausbeutung von Löwen. Auf über 200 Zuchtfarmen vegetieren mehr als 6.000 Großkatzen in Gefangenschaft – das sind mehr Tiere als jemals zuvor. Gegenüber 2010 ist die Zahl der Löwen in Gefangenschaft um 50 Prozent gestiegen.

 

Viele Jungtiere werden mit nur wenigen Wochen den Müttern entrissen und dienen als Streicheltiere für nichtsahnende Touristen. Ab vier Jahren kommen die Tiere dann ins "Trophäenalter" und werden an Jagdanbieter abgegeben.

 

Bis zu 1.000 Löwen werden in Südafrika pro Jahr von Hobbyjägern aus dem Ausland geschossen. Die zunehmende Nachfrage nach Canned Hunting bedroht auch wildlebende Löwenpopulationen. Denn es werden auch Löwen aus der freien Wildbahn für die Zucht gefangen.

 

Außerdem nimmt der lukrative Export der Knochen von Zuchtlöwen nach Asien für die Traditionelle Chinesische Medizin immer mehr zu. Dies birgt die große Gefahr, dass auch die Nachfrage nach Knochen wildlebendender Löwen steigen wird.

 

VIER PFOTEN ruft die Europäische Union sowie die Vereinigten Staaten, die beiden größten Importeure von Löwen-Jagdtrophäen, dazu auf, zum Schutz der Löwen ein Importverbot von Jagdtrophäen zu erlassen! Im März 2015 hat Australien als erstes Land weltweit ein solches Importverbot ausgesprochen.


Hannes Jaenicke mit einer südafrikanischen Schulklasse, die LIONSROCK besucht.
© VIER PFOTEN | Michael Glenister

          Hannes Jaenicke appelliert an alle Tierfreunde:
  „Jeder von uns kann etwas gegen die Ausbeutung von Löwen tun. Wer nach Afrika reist, sollte unbedingt Zucht-, Streichel- und Jagdfarmen meiden und auch keine Zoos und Zirkusse besuchen, die diese Tiere nur ausbeuten.“




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