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Al Ma’wa öffnet Türen für gerettete Tiere

2016-10-07
Simba begrüßt Luna im neuen Gehege.
© VIER PFOTEN

Endlich war es soweit: neun Gehege mit höchsten Standards wurden im Wildtierreservat  Al Ma’wa nahe Amman fertiggestellt. Sie bieten den Tieren einen artgemäßen Lebensraum mit Wiesen, Wald, Bäumen und Badeteichen. Gemeinsam mit der Princess Alia Foundation haben wir Anfang Oktober 7 Löwen, 2 Tiger und einen Braunbären in das Wildtierreservat überführt.


Es war eine große logistische Herausforderung, so viele Wildtiere gleichzeitig zu transferieren.
© VIER PFOTEN

Es war eine große logistische Herausforderung, so viele Wildtiere gleichzeitig zu transferieren. Aber alle Tiere sind wohlbehalten in ihrem neuen Zuhause angekommen und erholen sich jetzt erst einmal von dem langen Transport. Wir freuen uns sehr, dass mit dem Einzug der ersten Tiere nun der Startschuss für dieses großartige Kooperationsprojekt gefallen ist und wir nun noch mehr Tieren in Not helfen können

.

Das neue Schutzzentrum ist Teil der Organisation Al Ma’wa for Nature and Wildlife, die von der VIER PFOTEN und der jordanischen Princess Alia Foundation ins Leben gerufen wurde. Hauptaufgabe ist neben dem Schutz der missbrauchten und geretteten Wildtiere auch Aufklärungsarbeit zur Problematik des Wildtierhandels in Jordanien. Unterstützung für das Projekt kam außerdem vom Abu Dhabi Fund for Development (ADFD) und der Foundation 30 Millions d’Amis. Das Zentrum wird in einer weiteren Bauphase auf 140 Hektar ausgebaut.


Auf ins neue Zuhause.
© VIER PFOTEN

Die neuen Bewohner waren zuvor im Al Ma’wa New HopeCentre untergebracht, das ebenfalls Teil der Organisation Al Ma’wa for Nature and Wildlife ist. Es bietet Tieren, die aus katastrophalen Haltungsbedingungen gerettet werden konnten, eine sichere Auffangstation. Gerade größere Wildtiere wie Großkatzen und Bären, die nach einem Leben in menschlicher Obhut nicht mehr in die Wildnis entlassen werden können, brauchen viel Platz und artgemäße Gehegestrukturen, um ihre natürlichen Instinkte ausleben zu können.


Berührende Einzelschicksale

Alle Erstbewohner des Reservats haben eine berührende Geschichte, stammen teilweise aus illegaler Privathaltung, wurden in Zoos als Besucherattraktion missbraucht und fristeten ihr Dasein vor ihrer Rettung in winzigen Gehegen ohne angemessene Nahrung oder medizinische Versorgung. Bär Balou ist dafür ein trauriges Beispiel: Er wurde von Zoo zu Zoo weitergegeben, bevor er schließlich gerettet und ins Al Ma’wa New Hope Centre gebracht werden konnte. Dort traute er sich lange nur in der Nacht aus seinem Innengehege heraus. Erst nach intensiver Rehabilitierungsarbeit legte er sein stereotypes Verhalten ab und gewöhnte sich auch in seinem Außengehege ein. Im Al Ma’wa Wildlife Reserve hat er jetzt die Chance, in seinem großen neuen Gehege sein natürliches Verhalten noch weiter wiederzuentdecken.


Hintergrundinformationen:

VIER PFOTEN und die von Prinzessin Alia Al Hussein im Jahr 2009 gegründete Princess Alia Foundation (PAF) haben in den letzten Jahren bereits mehrere Streunerhilfe-Projekte erfolgreich durchgeführt, in einem weiteren Kooperationsprojekt von VIER PFOTEN und PAF wird dringend nötige Hilfe für die Arbeitspferde in der Touristenstadt Petra geleistet. Mit dem gemeinsamen neuen Reservat Al Ma’wa wird jetzt auch Wildtieren in Not ein artgemäßes schönes Zuhause gegeben.


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