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Erste-Hilfe-Einsatz für die Bären von Ruse

2014-02-19

Nach dem plötzlichen Wintereinbruch in Bulgarien hilft VIER PFOTEN zwei Bären in Not im Mini-Zoo "Lipnik".


Hinter Gittern: Die Bären in Ruse leben in Betonkäfigen.
© VIER PFOTEN

Die Bärengeschwister Boyka und Standy mussten mehrere Stunden in eisiger Kälte ausharren und sich einschneien lassen; in ihrem Zuhause im Nikolovo Mini-Zoo „Lipnik“ im bulgarischen Ruse gab es einen heftigen Wintereinbruch. Nasser Betonboden, Gitterstäbe durch die Wind und Schnee ziehen, sowie wenig Platz um sich zu bewegen – da hilft auch das dickste Bärenfell nicht mehr.

 

Zum Glück war das auch den beiden Pflegern der Bären in Ruse klar, und sie baten das VIER PFOTEN Team vom TANZBÄRENPARK Belitsa in Bulgarien um Hilfe. Als unser Team vor Ort eintraf, hatten die beiden Pfleger bereits damit begonnen, den Bärenkäfig von Schnee und Eis zu befreien, doch man fürchtete um den Gesundheitszustand der Bärengeschwister.


                   „Wir untersuchten die beiden Bären sofort und stellten erleichtert fest, dass sie immerhin keine Erfrierungen erleiden mussten, entdeckten aber andere Gesundheitsprobleme: Wie es für Bären, die lange in Gefangenschaft und hinter Gittern leben, typisch ist, leiden Boyka und Standy an gravierenden Zahnproblemen – vermutlich weil sie  jahrelang auf den Gitterstäben herumgekaut haben. Boyka hat einen und Standy mindestens zwei abgebrochene, kaputte Zähne – sie müssen dringend behandelt werden.“
  Carsten Hertwig, Leiter der VIER PFOTEN Bärenprojekte

 

 

Wichtig war zunächst, den beiden Tieren einen besseren Schutz vor der Kälte zu ermöglichen. Deshalb stellten wir, gemeinsam mit den beiden Bärenpflegern eine Schutzwand aus Weidenmatten rund um das Gehege auf. Diese schirmt die zwei Bären jetzt vor dem eisigen Wind und dem Schneefall ab. Außerdem hat unser Team doppelt so viel Stroh im kleinen Innenbereich des Geheges ausgelegt als sonst, um die beiden Bären  vor dem nassen Betonboden zu schützen.


Hoffnung: Im April will VIER PFOTEN die Bären aus dem Mini-Zoo in ein größeres Gehege bringen.
© VIER PFOTEN

Neues Zuhause für Boyka und Standy

 

Boyka und Standy dürfen zum Glück mit Hilfe von VIER PFOTEN bald übersiedeln – in  ein 7.000 Hektar großes Gehege im Zoo in Dobrich (Bulgarien). Dort warten Gras statt Betonboden auf sie, ein Schwimmbecken (wenn es dafür wieder warm genug ist) und ausreichend Rückzugsmöglichkeiten, in denen sie auch vor der Winterkälte geschützt sind.

 

Doch bis alle Vorbereitungen für die Übersiedlung abgeschlossen sind, müssen die Bärengeschwister noch ein bisschen durchhalten – vermutlich bis Anfang April. Dann wird VIER PFOTEN die beiden Bären in ihr neues Gehege im Zoo Dobrich überführen.  Bis es soweit ist, wird sich natürlich auch das bulgarische Team vor Ort weiter um das Wohlergehen der Bären kümmern, soweit es unter den bestehenden schlechten Haltungsbedingungen möglich ist.


All das machen unsere engagierten Spender und Unterstützer möglich. Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Spende auch weiterhin, Wildtieren in Gefangenschaft ein besseres Leben zu ermöglichen:



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